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Neu
/ Gabriel Schillings Flucht

Drama, Mit einem Nachwort von Franziska Ploetz

Erkneraner Ausgabe, Bd. 9

Gabriel Schillings Flucht (1912) zählt zu den wichtigsten Künstlerdramen Gerhart Hauptmanns. Vor der rauen Kulisse der Ostsee entfaltet Hauptmann den Stoff rund um den Maler Gabriel Schilling, der auf der Ostseeinsel Fischmeisters Oye Ruhe und Klarheit sucht. Doch die ersehnte Flucht wird zur Konfrontation: mit seiner Ehe, seiner Geliebten, seinen Idealen – und letztlich mit sich selbst. Die Naturkulisse wird zur Bühne innerer Kämpfe, der Konflikt stellt Schillings künstlerische Identität und zugleich seine Existenz als Mensch in Frage.Bei seiner Uraufführung stieß das Stück auf geteilte Resonanz: bewundert für seine psychologische Tiefe und sprachliche Kraft, zugleich kontrovers diskutiert wegen seiner schonungslosen Offenheit gegenüber Ehe und Moral. Heute gilt es als Schlüsselwerk der Moderne – ein zeitloses Drama über Selbstbestimmung und die zerstörerische Kraft ungelebter Wahrheiten.

15,00 €*
Neu
Post aus der Vergangenheit

Roman

Ein einziger Satz aus der Vergangenheit – und das Leben gerät aus den Fugen: Als Bernhard Demetriou, angesehener Münchener Radiologe, eine Postkarte aus dem Jahr 1988 in Händen hält, stürzt ihn die Botschaft in einen Strudel aus Erinnerungen, Sehnsucht und Schuld. »Deine, immer Deine Julia« – Worte einer Jugendliebe, die ihn damals wie heute elektrisieren. Warum erreicht ihn diese Nachricht erst jetzt? Und was wäre gewesen, wenn …?Bernhard beginnt zu suchen – und findet sich wieder in einer Welt, die er längst hinter sich glaubte: Berlin, die wilden Achtziger, politische Proteste, Nächte voller Zaubertricks und Träume. Ein Kongress führt ihn nach Berlin, wo er Chris, einen Freund aus seiner damaligen Aktivistengruppe, trifft. Chris behauptet, Julia existiere nicht mehr. Kurz darauf folgt eine überraschende Wendung: Auf dem Friedhof St. Matthäus steht Julia plötzlich vor Bernhard – unter neuem Namen: Britta Gernson. Diese Begegnung wirbelt alles durcheinander: Bernhards Beziehung zu Nele, seine Gewissheiten, sein Bild von sich selbst. Zwischen bürgerlichem Lebensstil und dem Lockruf der Freiheit muss er entscheiden, was zählt: Sicherheit oder Leidenschaft, Gegenwart oder Vergangenheit.

24,00 €*
/ Phantom. Aufzeichnungen eines ehemaligen Sträflings

Roman, Mit einem Nachwort von Stefan Rohlfs

Erkneraner Ausgabe, Bd. 8

Nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus gibt der geläuterte ehemalige Magistratsschreiber Lorenz Lubota, der in kriminelle Machenschaften geraten war, seine Geschichte wieder: wie seine obsessive Liebe zu der 13-jährigen Veronika Harlan ihn dazu angetrieben hatte, sich eine Karriere als erfolgreicher Dichter zu erträumen. Unterstützt von seiner zwielichtigen Tante Helene Schwabe und deren Liebhaber Wigottschinski gründete er eine Scheinfirma gegründet, die jedoch scheiterte. Als die Tante misstrauisch wurde, plante Wigottschinski einen Raub, der in Mord endete. Wie auch in anderen Romanen und Erzählungen verarbeitete Hauptmann in dem zwischen 1915 und 1921 verfassten und 1922 veröffentlichten Roman eigene Erlebnisse: das Breslauer Nachtleben während seiner dortigen Studienjahre und seine Erfahrungen mit Frauen. Im Erscheinungsjahr von Phantom kam ein auf dem Roman basierender gleichnamiger Stummfilm von Friedrich Wilhelm Murnau in die Kinos.

18,00 €*
/ Das Glashaus

Ein Roman aus der Filmwelt

Edmund-Edel-Werkausgabe, Bd. 4, hg. von Björn Weyand

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zwingt den Journalisten und Bohemien Robert Büchner und die Varietétänzerin Martha Stängel zur Rückkehr ins Deutsche Reich. In Berlin schlagen sie sich als Komparsen beim Film durch. Büchner gelingt der Aufstieg zum Drehbuchautor und Regisseur. Sein Ziel: eine Reform des Films als Kunst. Sein Film Die schwingende Seele wird von der Kritik gefeiert und Martha van Goes alias Martha Stängel zum neuen Star der Filmbranche. Gelingt es Büchner, diesen Erfolg mit einer Verfilmung von Goethes Faust noch zu überbieten? Das Glashaus erschien erstmals 1917. Edels Roman ist ein einzigartiges Dokument über die frühe Stummfilmära – und eine wunderbar komische Satire über die Widersprüche von Kunst und Kommerz, Literatur und Film, Konkurrenz und Liebe.

22,00 €*
Das automatische Reich

Roman

Tief im 21. Jahrhundert: Die Erde hat sich weiter erhitzt, Roboter sind in die Gesellschaft integriert, und die ersten Menschen landen auf dem Mars. Auf den Trümmern der EU ist ein Gebilde entstanden, das sich Tri-Staat nennt, bestehend aus Frankreich, Deutschland und Polen – ein autoritärer, in Zügen totalitärer Staat, der sein Volk durch technologische Errungenschaften an sich zu binden und zu vereinen sucht. Während der Tri-Staat den Fortschritt feiert, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste, gründen sich auf seinem Territorium eine ganze Reihe von Kommunen, die ein anderes Lebens- und Wirtschaftsmodell praktizieren, das auf Selbstbeschränkung, Selbstversorgung und Nachhaltigkeit beruht. Der Staat versucht, die rebellischen Kommunen mit Hilfe von Spitzeln zu kontrollieren. Einer von ihnen, Simon Loher, Deckname Lohengrin, verzweifelt zunehmend an seiner Rolle. Da wird er auf die politische Aktivistin Yuna angesetzt, seine frühere Geliebte ... Ein abgründiger Zukunftsroman, atemberaubend und irrwitzig erzählt – und bereichert durch Einwürfe von Forscherinnen und Forschern, die sich über die künftige Verteilung der natürlichen Ressourcen, wirtschaftliche Entwicklungen und gesellschaftliche Konstellationen Gedanken machen: Eileen Blum, Alena Buyx, Antje Boetius, Johannes Caspar, Aladin El-Mafaalani, Detlev Glanert, Armin Grunwald, Manfred Hild, Niko Paech und Ute Schmid.

25,00 €*
Ah, ein Herz, verstehe

Gedichte von Heilenden und Kranken aus 500 Jahren

Dichterärzte und Arztversteher – Patienteninnenklagen und Hoffnungsschimmer – Krankheitsfälle und Rezepte – Lehrreiches und Spottgedichte – Lyrische Medizin.Hilfreiche Utensilien ärztlicher Bemühungen waren über Jahrtausende stets: das Wort, die Pflanze, das Messer. Und doch bleibt das Heilen bekanntlich eine Kunst. In dieser von Jakob Leiner herausgegebenen Anthologie an der Schnittstelle von Lyrik und Medizin eröffnet sich ein Kaleidoskop seelisch-körperlichen Befindens: 101 Dichtende aus fünf Jahrhunderten, vom Beginn der Neuzeit bis zur Gegenwart.Lehrgedichte und Rezepte bilden weiter, während Gläubige Heilung in christlicher Lehre suchen. Es wird barock lamentiert, romantisch verklärt und anatomisch beobachtet. Die Aufklärung rückt vieles zurecht und vergisst so manches; natürlich hält die Moderne Einzug, mit ihr die große Abstraktion, die schrecklichen Kriege, das heilsam Eklektische. Und natürlich soll zu jeder Zeit der Humor als gesundheitsförderliche Ressource aufblitzen. Gleich zu Beginn sticht das Schiff der Narren in See; im Jahr 1527 wird Paracelsus mittels lyrischer Schmähschrift »geroasted«; weiter hinten kommt ein kettenrauchender Lungenfacharzt zu Wort.So stehen die hier zusammengestellten Texte für die Kunst des Heilens und Erkrankens in all ihren psychosomatischen Facetten. Ob als Bestandsaufnahme oder Seelenspiegel – durch Rezeption wird Lyrik selbst zur Medizin. Denn die (eigene) Sprache trägt sich selbst. Sie kann ein Kurort sein.

25,00 €*

Aktuelles

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Wir wünschen Ihnen ein schönes neues Jahr!

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Wir trauern um unseren Autor und Karikaturisten
Harald Kretzschmar

23. Mai 1931 - 27. Juni 2024

Über viele Jahre begleitete uns Harald Kretzschmar als Verlagsautor, als wacher Beobachter der Verlags- und Presselandschaft, immer interessiert am unabhängigen Verlegen, immer am Puls der Zeit, immer mit klugem Rat, auch mit Optimismus - und wo dieser wankte, mit scharfem Witz. 

> zum Nachruf "Größen und Gernegrößen" in nd Der Tag von Hans-Dieter Schütt
> zum Nachruf der Gemeinde Kleinmachnow

> zu Harald Kretzschmars Büchern

Mit Fotografien 
von Lorenz Kienzle

Bei Quintus erschienen:

Die Ruinen von Peenemünde. Vom Werden und Vergehen einer Rüstungslandschaft


Beim Verlag für Berlin-Brandenburg erschienen:

Arbeitswelten und Lebensräume. Brandenburger Industrielandschaften 1992-2021

Brandenburger Notizen. Fontane – Krüger – Kienzle