Böthig, Peter
Dr. Peter Böthig, 1958 geboren, war nach dem Studium der Germanistik von 1984 bis 1986 Assistent an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1988 wurde er durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR verhaftet, durfte 1989 nach Westberlin ausreisen und war anschließend Teaching Fellow an der University of Pittsburgh, USA. Seit 1993 ist er Leiter des Kurt Tucholsky Literaturmuseums im Schloss Rheinsberg. Er ist Ausstellungsmacher im In- und Ausland und hat zur Literatur und Kunst der Gegenwart publiziert.

Hier soll Preußen schön sein

Fünfzig Stadtschreiber zu Rheinsberg erfinden eine poetische Provinz

Mit zwölf Grafiken von Ralf Hentrich

„Die Rheinsberger sind freundlich. Sie grüßen und erzählen einem was. Nur wenn man antwortet, fahren sie wortlos mit ihren Rollatoren davon.“ So fasst der Berliner Lesebühnen-Autor Ahne seine Erfahrungen als Rheinsberger Stadtschreiber zusammen. Ähnlich, oder auch ganz anders, haben fünfzig Autorinnen und Autoren die Stadt und die brandenburgische Provinz erfahren, reflektiert und literarisiert. Zwei Autoren pro Jahr nahmen seit 1995 für jeweils fünf Monate in der Stadtschreiberwohnung Quartier. Die literarischen Ergebnisse ihres Aufenthalts erscheinen jeweils in einem eigenen Bogendruck. Die hier versammelten Texte sind überwiegend Auszüge aus diesen Drucken – von Barbara Köhler, Wolfgang Hilbig, Bert Papenfuß, Katja Lange-Müller, Uwe Kolbe, Wiglaf Droste, Marion Poschmann, Volker Braun, Peggy Mädler, Thomas Rosenlöcher, Kathrin Schmidt, Jan Faktor und 38 weiteren Schriftstellerinnen und Schriftstellern.

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