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Saricicek, Safak
Şafak Sarıçiçek, 1992 geboren, studierte in Heidelberg und Kopenhagen Rechtswissenschaften, ist Gründer des Literaturkreises echolot.heidelberg und Teilnehmer an Lyrik-Wettbewerben und -Workshops (Auswahl): Förderwerkstatt Open Poems 2020 & 2021, Haus für Poesie, Berlin / 1. Platz, IGA Berlin 2017, Kategorie: Lyrik, Altersgruppe 20-29-Jährige / Preis, Interkulturelles Zentrum >Wir 4< 2020, Heidelberg / Stipendium, Akademie für Lyrikkritik 2021, Berlin / Preis der Heidelberger Autor:innen 2021, Heidelberg / Writer in Residence Nanjing, 2021 / Literatur TANDEM letterario 2022.
Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien; eigenständige Lyrik-Publikationen, zuletzt Jamsids Spiegelkelch (2019).
 

Im Sandmoor ein Android

Gedichte

Der Kritiker Björn Hayer fragte in einer Rezension von Şafak Sarıçiçeks 2019 erschienenem Lyrikband Kometen, Kometen: „Wer spricht hier? Gewiss ein Poet, der sich vollmundig in die Tradition der hohen Dichterpriester wie Hölderlin, George und Rilke samt deren Hang zu prophetischem Überschwang stellt. […]. Spricht hier ein Nostalgiker? Ja, aber mit Beschwingtheit und kraftvollem Funkenschlag!“ Mit Aplomb treten auch die Gedichte auf, die Im Sandmoor ein Android versammelt. Bemerkenswert ist ein Zyklus, der die Heidelberger Sammlung Prinzhorn – ein Museum für Kunstwerke aus psychiatrischen Kliniken – reflektiert und in kraftvolle Sprachbilder übersetzt. Überhaupt geht es in Sarıçiçeks Lyrik oft um Objekte, um Exponate. Kaum ein Gedicht ohne Auftritt lebender oder fossiler Pflanzen und Tiere. Dies alles gerät jedoch nicht zum Panoptikum, sondern ist immer auf das ambivalente Zusammenspiel mit denen bezogen, die es in der Hand haben, die Erde weiterexistieren oder untergehen zu lassen. Da, wo es um das Agieren der Menschen untereinander geht, wird ein tiefer Humanismus deutlich – und ein verhaltener Optimismus, dass es Homo sapiens gelingen wird, seine selbstzerstörerischen Kräfte ins Positive zu wenden.

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