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Du stirbst im Fliegen

Erzählung

Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag

Seitenzahl: 120

Format: 205 mm x 125 mm

ISBN: 978-3-96982-052-0

20,00 €*

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Veranstaltungen

Donnerstag, 18. April 2024, 19:00 Uhr
Jörn van Hall liest aus seinem preisgekrönten Debüt Du stirbst im Fliegen

Ort: Regionalbibliothek Neubrandenburg, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg
Der Eintritt ist frei!


Mittwoch, 19. Juni 2024, 19:30 Uhr 
Jörn van Hall stellt Du stirbst im Fliegen und Was am Ende blüht vor

Ort: LiteraturTalkShow Eselsohren, Belziger Straße 1, 10823 Berlin


Samstag, 20. Juli 2024, 15:30 Uhr  
Hans-Fallada-Tage Carwitz
Jörn van Hall stellt Du stirbst im Fliegen vor

Ort: Dorfkirche Carwitz, Carwitzer Straße 84, 17258 Carwitz



Vergangene Veranstaltungen

26.11.2023 Herrlicher Salon, Berlin

20.9.2023 Restaurant Käthe, Rostock

23.6.2023 Verleihung des 32. Annalise-Wagner-Preises, Neubrandenburg

21.6.2023 Bäderstraße 38, 23743 Cismar (Grömitz)

17.5.2023 LiteraturTalkShow Eselsohren, Kunstforum Galerie B1, Berlin

29.3.2023  Buchhandlung Chaiselongue, Berlin-Pankow

9.3.2023  Galerie im Konrad, Hannover

10.2.2023 Galerie in der Brotfabrik, Berlin

22.11.2022 Buchhandlung Moby Dick, Berlin

5.11.2022 Indie Café, Büchergilde Buchhandlung & Galerie, Frankfurt

28.9.2022 Berlin-Premiere, REH Geyersbach, Berlin

20.9.2022 Mecklenburg-Vorpommern-Premiere, Brigitte-Reimann-Literaturhaus, Neubrandenburg


Sprachgewaltig
Jörn van Hall erhält für Du stirbst im Fliegen den Annalise-Wagner-Preis 2023. Einstimmig hat sich die Jury für den Autor ausgesprochen, gegen 72 MitbewerberInnen hat er sich durchsetzen können. In der Begründung der Jury heißt es über das Buch: „Ein kleines Meisterwerk mit großer Strahlkraft.“
Die öffentliche Verleihung des 32. Annalise-Wagner-Preises findet am 23. Juni 2023 um 17 Uhr im Haus der Kultur und Bildung in Neubrandenburg statt (Seminarraum, Eingang Stargarder Straße).  
> die Pressemitteilung

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„Der Beamte hat die Akte an der Schreibtischkante ausgerichtet. Alles richtet er aus, den viereckigen Bleistiftanspitzer, das Lineal, den Tacker, den Locher, die Tastatur vor dem Computer. Der Beamte liest die Namen, liest das Geburtsdatum, liest den Geburtsort, so wie immer. Als müsse er sich vergewissern, den Bittsteller nicht zuvor in einem der abgehakten Gespräche gesehen zu haben. Sein Zeigefinger streicht über das Papier, bis die Kuppe auf ein Wort tippt. ‚Das ist also der Grund Ihrer Flucht …‘, sagt er, ohne den Grund zu benennen. Er blickt zu Mourad, auf das Wort über seinem Fingernagel. Und plötzlich schaut er wieder in Mourads Gesicht. Nie hat der Beamte so grüne Augen gesehen.“

Irrlichternd zwischen Erinnerungen und verwirrender Gegenwart versucht die achtzigjährige Opernsängerin Helene Billerbeck, ihren Alltag zu meistern. Doch Nachbarin Maike hat eine beunruhigende Ahnung und zieht Helenes eigenbrötlerischen Sohn Ole ins Vertrauen. Dieser bringt seinen Freund Mourad, einen jungen iranischen Geflüchteten, im Haus der Mutter unter und bittet ihn, sich um sie zu kümmern. Mit seiner Hilfsbereitschaft und den stimmungsvollen Erzählungen über seine Heimat und Träume gewinnt Mourad die Sympathien von Helene, Maike und der Postfrau Irma. Doch um sein Bleiberecht muss er kämpfen. Seine Hoffnung, durch Ole Unterstützung zu erfahren, wird mehr und mehr enttäuscht. Als schließlich auch noch Helenes Smaragdring verschwindet, glaubt Mourad, unter Verdacht zu stehen …
Jörn van Hall eröffnet in seinem Debüt Perspektiven auf Verlusterfahrungen: den Verlust von Heimat und das Schwinden der Erinnerungen. Dabei trifft er mit genauester Seelenerkundung, präziser Beschreibung deutscher Wirklichkeit und staunenswerter Sprachkunst einen Ton, der lange nachklingt.

Die Buchinformation zum Download

Pressestimmen

Ganz große Kunst!
Marko Martin, Deutschlandfunk Kultur

Eine einfühlsame und subtile Erzählung [...] in einer brillanten Sprache, die bildreich und minimalistisch zugleich erscheint.
Alexander Kühn, MDR Kultur

Beeindruckend die kurzen Szenen ihres Alltags. Die treffenden Dialoge. Deprimierendes, Komisches, Dramatisches, Anrührendes. Kurz, ein packendes Konzentrat unserer Verhältnisse.
Erhard Schütz, Das Magazin

Eine sehr dichte Prosa, nicht ohne Humor und immer wieder poetisch, in einer sehr frischen und originellen Sprache gehalten. Ein überzeugendes Debüt, das breite Beachtung verdient.
Manfred Bosch, ekz

Im Kleinen Großes aufscheinen lassen. Jörn van Hall tut genau das. […] Sein behutsamer, gleichsam genauer Blick auf die Figuren erinnert mich mitunter an die Prosa von Johannes Bobrowski; ebenso die Melange aus Tragik und Komik …
 Kerstin Hensel, SIGNUM

Eigenwillig und eindrücklich. Lyrik trifft Prosa. Gelungen.
Astrid Kloock, Schweriner Volkszeitung

In kurzen Kapitel, die allesamt kleine, kunstvolle Miniaturen sind, changiert van Hall mit eigenwilliger poetischer Kraft zwischen morgenländischen Träumereien und brettharter deutscher Bürokratiewirklichkeit.
Buchtipps, mein/4

Sehr gelungen, sehr lesenswert – und sehr genau und pointiert erzählt!
Oliver Fründt, Büchergilde Frankfurt am Main

Habe das Buch nicht weglegen können. [...] Und die Geschichte selbst ist unglaublich. Ich werde sie sicher noch einmal lesen.
Büchernärrin, Lesejury.de

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  • Tobias Lemke: "Jörn van Hall erhält Neubrandenburger Literaturpreis", in: Nordkurier, 13. Juni 2023
  • dpa: "Annalise-Wagner-Preis geht an Debütroman von Jörn van Hall", in: u.a. Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, FAZ, Berliner Morgenpost, Welt, 1. Juni 2023
  • Anke Jahns: "Annalise-Wagner-Preis 2023 wird an Jörn van Hall verliehen", in: NDR Kulturjournal, 30. Mai 2023
  • Kerstin Hensel: "Welt im Schlafdorf", in: Signum, Winter 2023
  • Alexander Kühn: "Der Autor eröffnet in seinem Debüt Perspektiven auf Verlusterfahrungen: den Verlust von Heimat und das Schwinden der Erinnerungen", MDR Kultur Spezial, Unter Büchern, 18. Januar 2023 (ab Min. 19:17)
  • Matthias Voß: "Was macht Osmin in meinem Haus?", in: Wochenspiegel, 14. Januar 2023
  • Marko Martin: "'Du stirbst im Fliegen' von Jörn van Hall", in: Deutschlandfunk Kultur, 10. Januar 2023
  • Erhard Schütz: "Ja, det ist jut für uns. Prof. Erhard Schütz lässt sich packen, obwohl ihm ein ganzes Jahrhundert auflauert, die Pferde ausbüchsen, die Leute so daherreden, und er denkt: nun aber genug", in: Das Magazin, Januar 2023
  • Irmtraud Gutschke: „Du warst die Königin der Nacht und die Olympia. 'Du stirbst im Fliegen' von Jörn van Hall, eine Erzählung, in der viel verdichtet ist", in: literatursalon.online, 12. Dezember 2022
  • Buchtipps: "Flucht und Flüchtigkeiten", in: mein/4, Dezember 2022 - Februar 2023
  • Peter Scherrer: "Du stirbst im Fliegen", in: ndr Kulturjournal, 14. November 2022
  • Manfred Bosch: "Du stirbst im Fliegen", in: ekz. bibliotheksservice, 14. November 2022
  • Klaus-Dieter Block: "Ein Flüchtling in Deutschland und die Waagschale des Bleiberechts", in: Kulturkalender MV, November 2022
  • Oliver Fründt: "Ollos aktuelle Lieblingsbücher", in: Unsere Bücher des Monats, Büchergilde Frankfurt am Main, Oktober 2022
  • Astrid Kloock: "Wo Menschlichkeit ist, ist auch eine Chance. Lyrik trifft Prosa: Jörn van Hall erzählt messerscharf über eine Schicksalsgemeinschaft in unserer Nachbarschaft", in: Schweriner Volkszeitung, 11. Oktober 2022
  • Büchernärrin: "BERÜHRT! Du stirbst im Fliegen", auf: Lesejury.de, Lieblingsbuch, 12. September 2022

Ebenfalls von Jörn van Hall

Neu
Was am Ende blüht

Roman

Der neue Roman des Annalise-Wagner-Preisträgers 2023Ein kleines Land geht unter und in einem großen auf. Eva Nielsen setzt ihre Kulturarbeit fort, als habe es das Ende ihrer Welt nie gegeben, bis eines Tages Kirsten Densow in die Stadt zurückkehrt. Sie fordert Wiedergutmachung – für Bespitzelung, Ausbootung und das Ende ihrer Karriere – von Eva Nielsen, einst Mentorin der Klagenden und inzwischen Leiterin einer angesehenen wie einflussreichen Kultur-Stiftung. An ihrer Seite wähnt Kirsten Densow den umtriebigen wie ehrgeizigen Presse-Mann Fuller mit seinem Wunsch nach Aufarbeitung jüngster Geschichte. Eva Nielsen erhält Unterstützung durch ihre Freundinnen und ihre treue Haushälterin Lieselotte, die betont, seit jeher unpolitisch gewesen zu sein. Am Ende ist es Lieselotte, die den höchsten Preis bezahlt. Und während von Kirsten Densow bis Eva Nielsen alle Protagonistinnen des Romans verlieren, gewinnt einer, mit dem niemand rechnet.Eine außergewöhnliche literarische Auseinandersetzung mit den individuellen Folgen politischer Wenden in einer poetischen Sprache, die wohltuend über dem Dunkel des Geschehens aufscheint.

24,00 €*