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Wundern

Gedichte

Ausstattung: Klappenbroschur

Seitenzahl: 112

Format: 205 mm x 125 mm

ISBN: 978-3-96982-047-6

15,00 €*

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Veranstaltungen

Samstag, 23. Juli 2022, 19:00 Uhr
Sabine Schiffner liest aus Wundern
Ort: Scriptorium in Köln
Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung wird gefördert mit dem "Aufgeschlagen"-Programm des Literaturbüros OWL

Freitag, 5. August 2022
Sabine Schiffner liest aus Wundern beim kleinsten Literaturfestival der Welt
Ort: Literaturhaus Dortmund, Neuer Graben 78, 44139 Dortmund
Die Veranstaltung wird gefördert mit dem "Aufgeschlagen"-Programm des Literaturbüros OWL

Samstag, 10. September 2022, 20:00 Uhr
Sabine Schiffner liest aus Wundern
Ort: Galerie Freiraum, Gottesweg 116, 50939 Köln

Donnerstag, 15. September 2022
Sabine Schiffner liest aus Wundern
Ort: KuKuk, Eupener Str. 420, 52076 Aachen

Sonntag, 18. September 2022, 15:00 Uhr
Sabine Schiffner und Şafak Sarıçiçek lesen aus ihren Gedichtbänden Wundern und Im Sandmoor ein Android
Ort: Lyrikhaus, Glockenstraße 23, 16247 Joachimsthal

Montag, 19. September 2022, 19:30 Uhr
Sabine Schiffner und Isobel Markus geben Einblicke in ihre Schreibwerkstatt
Zwei Autorinnen zwischen Lyrik und Prosa
Ort: REH Geyersbach, Kopenhagener Str. 17, 10437 Berlin
Eintritt: € 8,00 / € 5,00

Dienstag, 20. September 2022, 19:00 Uhr
Von Lyrik bis Prosa: Sabine Schiffner und Şafak Sarıçiçek stellen ihre neuen Werke vor
Ort: Inselgalerie Berlin, Petersburger Str. 76A, 10249 Berlin
Eintritt: € 8,00 / € 5,00

Mittwoch, 5. Oktober 2022
Sabine Schiffner liest aus Brotjobs und Literatur
Ort: Literaturhaus Köln, Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln


Vergangene Veranstaltungen
30.6.2022 Vringstreff e.V, Köln
12.6.2022 Literaturhaus Köln e.V.
27.-29. Mai 2022 International Eskisehir Poetry Festival (AnkündigungProgramm)
19.5.2022 PREMIERE Zentralbibliothek am Neumarkt/LiK Literatur-in-Köln-Archiv, Mod. Michael Kohtes
14.5.2022 Kurhaus Bad Godesberg
25.4.2022 Gedenkveranstaltung zu Marie T. Martin, Literaturhaus Köln

In den neuen Gedichten von Sabine Schiffner werden Geschichten von Verrat und Verlust, von Geburt und Tod, von Lebensfreude und Vergänglichkeit, von Familie und von Einsamkeit erzählt. Mit manchmal fast naivem, oft befremdetem Blick beobachtet sie und wundert sich über die jetzige und die vergangene Welt, die ihren biografischen Kosmos berührt. Die Worte kommen in diesen Gedichten scheinbar leichtfüßig tänzelnd daher und streifen einen wie im Vorbeigehen. Wenn man aber stehen bleibt und sich einlässt, sieht man hinter der rhythmischen und genau durchdachten Sprachkomposition die tiefe Wunde. Sabine Schiffners Sprache ist immer musikalisch, oft zugleich rau, Alltagssprache mit Hochpoetischem verbindend, ernüchternd, überraschend.

kazimierz / krakau

die kuchen
dort im schaufenster
sehen wie thorarollen aus
eine straße weiter wohnte
mordechaj gebirtig
mit frau bluma und drei kindern
die fenster im keller des hauses aus
dem sie ihn holten
stehen nun offen
da schaut jeder rein und kann ihn
singen hören
und in den nahen synagogen
brauchst du die kippa nicht aufzusetzen
die frauen am eingang lächeln
den gästen aus deutschland
freundlich zu
vor einem café
blüht die braunäugige susanne
fünf złoty kostet dort
eine tasse melange mit
mohnstrudel


Lyriktalk: Sabine Schiffner und Silke Andrea Schuemmer stellen ihre neuen Bücher vor, 16. Mai 2022

Pressestimmen

„Eine Wunderkammer der besonderen Art“ verspricht der kundige Moderator Michael Kohtes [bei der Premiere am 19. Mai], und schon die ersten reimlosen Verse geben ihm recht.
Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau

Sabine Schiffners neue Gedichte besitzen eine geradezu unheimliche Aktualität ...
Christel Wester, lesart im Deutschlandfunk Kultur


Thematisch passend

Verschwörung einer Landschaft

Gedichte

StilllebenKaffeeränder zwischen den Papieren,eine zu früh verlassene Schreibmaschineneben der erloschenen Kerze.         Wer hinterließ das Fenster nach dir?Wer wird es wieder öffnen?Nur ich bemerke deinen Duft in den Gardinen –         flüchtig war dein Aufbruch, niegenug Sein für deinen einsamen Planeten –deine Hände, die mich noch streifenEine Landschaft kippt, ein Ich kehrt noch einmal zu seinem Geburtshaus zurück, das sich inzwischen hinter Efeuranken verschließt, derweil kreisen Gefühle um eine längst zur Chimäre gewordene Liebe – die neuen Gedichte von Björn Hayer berichten von Momenten des Umschlagens und der Verfremdung. Zugleich zehren sie von dem unbeirrbaren Versuch, Verlorenes wieder zu vergegenwärtigen. Und während ein Regen die Sonnenanbeter in Wallung versetzt und die Toten ins Diesseits rufen, ringt ein Subjekt immer wieder mit Blättern. Sie fallen von den Bäumen oder begegnen ihm als das weiße Papier. Was bietet die Fläche? Das Nichts oder doch die noch ungenutzte Möglichkeit? Klar ist: »Dichten, frei über der Erde, / ist das fünfte Element«. Sie setzt die Welt neu zusammen und vermag aus der Ferne heraus zum Nächsten zu drängen: »Vom Rande deines Tals höre ich / das Echo: Schlaf ein und bette dich, / bevor der Morgen anbricht.« Denn dann könnte alles schon vorbei und die Verschwörung von Natur, Traum und Bewusstsein vollends im Gange sein. 

15,00 €*
Im Sandmoor ein Android

Gedichte

Der Kritiker Björn Hayer fragte in einer Rezension von Şafak Sarıçiçeks 2019 erschienenem Lyrikband Kometen, Kometen: „Wer spricht hier? Gewiss ein Poet, der sich vollmundig in die Tradition der hohen Dichterpriester wie Hölderlin, George und Rilke samt deren Hang zu prophetischem Überschwang stellt. […]. Spricht hier ein Nostalgiker? Ja, aber mit Beschwingtheit und kraftvollem Funkenschlag!“ Mit Aplomb treten auch die Gedichte auf, die Im Sandmoor ein Android versammelt. Bemerkenswert ist ein Zyklus, der die Heidelberger Sammlung Prinzhorn – ein Museum für Kunstwerke aus psychiatrischen Kliniken – reflektiert und in kraftvolle Sprachbilder übersetzt. Überhaupt geht es in Sarıçiçeks Lyrik oft um Objekte, um Exponate. Kaum ein Gedicht ohne Auftritt lebender oder fossiler Pflanzen und Tiere. Dies alles gerät jedoch nicht zum Panoptikum, sondern ist immer auf das ambivalente Zusammenspiel mit denen bezogen, die es in der Hand haben, die Erde weiterexistieren oder untergehen zu lassen. Da, wo es um das Agieren der Menschen untereinander geht, wird ein tiefer Humanismus deutlich – und ein verhaltener Optimismus, dass es Homo sapiens gelingen wird, seine selbstzerstörerischen Kräfte ins Positive zu wenden.

14,00 €*