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Schmoren im Paradies

Eine kulinarische Erzählung

Mit Collagen und Aquarellen von Ruth Tesmar

Ausstattung: Klappenbroschur

Seitenzahl: 160 Seiten

Illustrationen: 38 farbige Vignetten

Format: 205 mm x 125 mm

ISBN: 978-3-947215-87-4

18,00 €*

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Veranstaltungen


Vergangene Veranstaltungen
18.11.2022 „Crinitzer Lesezeit“, Töpferei Tunsch, Crinitz
11.12.2021  Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner
11.7.2021 "Herrlicher Salon"
2.-4.6.2021 Konferenz zur Autorin Kerstin Hensel
27.5.2021 Buchmessenwoche im Moritzburggraben (Halle)
19.4.2021 mit Hans Michael Speier und Michael Braun, für die Konrad-Adenauer-Stiftung
15.10.2020 Literaturhaus Hannover
15.9.2020 Premiere, Literaturforum im Brecht-Haus

Ort der Handlung ist ein fiktives Paradies in der Mark Brandenburg, in dem eine Poetin, eine Literaturhistorikerin sowie der intellektuell angehauchte Kater Adam zusammenleben. Die Frauen haben den Plan, eine „kulinarische Erzählung“ zu verfassen, in der sie ihre jeweiligen Künste und Begabungen spielerisch zum Einsatz bringen. Die Erzählung zielt auf die Beschreibung eines Wochenablaufes anhand verschiedener praktischer und geistiger Genüsse: Es wird philosophiert, etymologisiert, theologisiert, politisiert, gastrosophiert, fantasiert, gegärtnert, gekocht, gefeiert, gedichtet und Skurriles aus persönlichem Erleben erzählt. Kater Adam, der gern Herr und Meister im Hause wäre, nährt sich zunehmend durch seine Eifersucht und den unbändigen Drang, seine eigene Katerphilosophie in das geplante Buch einf ließen zu lassen. Konflikte sind vorprogrammiert. Kurz bevor Adam der geistigen Hybris erliegt, naht die natürliche Rettung anhand einer rolligen Katzendame …
Schmoren im Paradies ist ein Mosaik aus Gedichten, zum Teil autobiografischer Erzählung, Kurzessays sowie belletristisch geschilderten Kochrezepten. Die Autorinnen arbeiten vornehmlich mit Mitteln der Komik, (Selbst)Ironie, Satire, literarischer Anspielung und pointierter Prosa. Bei aller inhaltlichen Ernsthaftigkeit kann man das Buch auch als Persiflage auf den Boom von Koch-, Katzen-, Lebens- und Landfrauenbüchern lesen.

KATER ADAM, in neunundneunzigster Generation aus einer Felis-Catus-Familie stammend, der bei Friedrich II. der Pferdestall unterstellt war, streifte mit drei Monaten als Globetrotter durchs Brandenburgische; Tapferkeitsverdienstkreuz am langen Band in Preußischblau; geheimes Privatstudium der Schönen Wissenschaften und Künste bei PD Prof. Dr. Murr; wegen exzessiver Raubzüge nach Futter und Gedankengut Exmatrikulation; seitdem Hausherr bei den Autorinnen, Promotion, Arbeit als freier Kritiker, mehrere vergebliche Heiratsversuche in verschiedene Adelskreise.

Pressestimmen

Das Vergnügen ist beileibe nicht nur intellektuell, denn es wird ordentlich getafelt. 
Matthias Voß

[Die Autorinnen] rühren eine selbstironische Melange aus philosophierender Erzählung, kulturhistorischer Essayistik und belletristischen Kochrezepten ein, die in einem Wochenablauf in einem "Paradeiso" genannten fiktiven Häuschen im Märkischen ihr Aroma ausbreitet. [...] Ein Buch, das Appetit macht.
Till Schröder, Marginalien

Tolle Rezepte, lyrische Sprache, viele Abschweifungen in die Kultur- und Sprachgeschichte, kulinarische Kindheitserinnerungen, exzellente Gestaltung, gutes Papier, angemessene Ausstattung - Leserherz, was wünschst du mehr.
Rainer Bauer

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  • Renate Reschke: "Gespräche zwischen Wort, Bild und Zeichen. Die Malerin und Illustratorin Ruth Tesmar", in: Marginalien, Jg. 2023/2, 249. Heft
  • Till Schröder: "Philosophie mit Küchenschürze und Kulturgeschichte", in: Marginalien, Jg. 2021/3, 242. Heft
  • Matthias Voß: "Buchtipp für den Herbst - Ecce Poeta intertextualeata", in: Oranienburg Aktuell, September 2021
  • Christel Berger: "Kulinarisch, klug, vergnüglich", in: Ossietzky Nr. 4, 1. März 2021
  • Ronald Meyer-Arlt / "O-Ton": "Fetzen von Frotteehandtüchern", in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 13. Oktober 2020
  • Martina Tittel: "Buchempfehlungen der Nicolaischen Buchhandlung", in: Newsletter Oktober 2020

Thematisch passend

Alle meine Katzen

Mit einem Vorwort von Wladimir Kaminer

Am Anfang, als Kind, wollte sie nur eine Katze wie die aus dem Kinderbuch. Doch bei der einen blieb es nicht. Olga Kaminer schildert anrührend und mit Ironie ihre Erlebnisse in Zeiten des Umbruchs und des Aufbruchs. Sie erzählt von ihrem Leben zwischen Leningrad bzw. St. Petersburg und Berlin, von kuriosen und liebevollen Menschen, die sie kennengelernt hat – und von all den Katzen, denen sie unterwegs begegnet ist. Dabei stellt sich die Frage, ob es eine speziell russische Haltung gegenüber Katzen gibt – oder wie Wladimir Kaminer im Vorwort schreibt: »Katzen spielen im russischen Aberglauben eine herausragende Rolle. Sie sind aus russischer Sicht die tragende Säule der Weltordnung. Wenn du es dir mit den Katzen verdirbst, verdirbst du es dir auch mit dem Rest der Welt.«

12,00 €*

Ebenfalls von Kerstin Hensel

Die Glückshaut

Roman

Im Jahr 1804 kommt im Erzgebirge Minna Leichsenring auf die Welt – in einer Glückshaut. Dem medizinischen Phänomen wird die Kraft zugesprochen, ein glückerfülltes Leben zu garantieren. Doch es ist keine glückliche Fügung, dass Minna von ihrer Mutter im Wald ausgesetzt wird. Dort trifft sie auf sieben Bergknaben, mit deren letztem sie später einen Sohn zeugt. Dieser, Johannes geheißen, wird Henkersknecht und verschwindet aus dem Leben seiner Mutter. Auf der Suche nach dem verlorenen Sohn, ihrem ganzen Glück, wird Minna auf ungewöhnliche Proben gestellt.Die Geschichte spinnt sich fort: vom wohlhabenden Johannes, der in Chemnitz eine prächtige Villa bewohnt, über seine Nachkommen, die 1940 in der als Tötungsanstalt missbrauchten „Pflege- und Heilanstalt Sonnenstein“ in Pirna Dienst tun, bis hin zu Helma, die am Beginn des 21. Jahrhunderts die verfallene Villa Leichsenring erbt. Deren Teenager-Tochter Elise verweigert sich schließlich wie ihre Vorfahrin Minna der vermeintlichen Normalität ...Mit großer Fabulierlust entwickelt Kerstin Hensel eine Geschichte, in der Traumsequenzen, Zeitsprünge und (Ab)brüche die Grenzen zwischen Realität und Imagination auflösen. Reale historische Ereignisse mischen sich mit Anklängen an die Grimm’schen Kinder- und Hausmärchen, Bergmannssagen und fantastischen Begebenheiten, die an E.T.A. Hoffmann erinnern. 

22,00 €*
Steinstücken

Roman

Mit einem Nachwort von Kerstin Hensel

„Es war noch dunkel, als Georg aus dem Haus ging, um nach DRÜBEN zu fahren. DRÜBEN sollte er sich mit Gollasch treffen. Faßbinder hatte ihn vor zwei Tagen darum gebeten. Er war schüchtern und verlegen, als er davon sprach. Georg eilte den Weg entlang, der Nebel lief vor ihm her, die Lampen begleiteten seinen Schritt. Jene erwarteten ihn an der Schranke, frierend und müde. Unter den Lichtkegeln zweier Scheinwerfer wirkten sie gespenstisch. Sie ließen sich den Schein zeigen, den Ausweis. Die schwarzen Läufe ihrer Gewehre sahen drohend unter den Mänteln hervor. Georg grinste, sagte was daher, bekam aber keine Antwort.“1945 wurde die Berliner Stadtgrenze zur Zonengrenze, was zu einigen Kuriositäten führte: So ist das kleine Steinstücken verwaltungstechnisch Teil von Zehlendorf und umgeben von Potsdam-Babelsberg, das damals zur Sowjetischen Besatzungszone gehörte. Steinstücken im Amerikanischen Sektor blieb die einzige permanent bewohnte Westberliner Exklave, was eine besondere sicherheitspolitische Herausforderung darstellte. Die Ortslage wurde durch DDR-Grenztruppen abgeriegelt und von US-Militärpolizei bewacht. In dieses Steinstücken kommt Georg – Alter Ego des Autors – Anfang der 1960er-Jahre aus der rheinischen Provinz, um sich bei einem Mann namens Faßbinder einzuquartieren, wobei er zunächst absurde bürokratische Hürden zu bewältigen hat. Etwas Mysteriöses umgibt diesen Faßbinder, den Georg offensichtlich schon aus seiner Heimat kennt und der das „Dritte Reich“ in KZ-Haft verbrachte. Noch nebulöser wird die Situation, als Faßbinder Georg bittet, bei der Flucht eines Ostberliners zu helfen. Und dann sind da noch die verschrobenen Einwohner Steinstückens, die Amerikaner, die eine Luftbrücke mit Helikopter einrichten, und die DDR-Grenzer, deren Gebaren immer bedrohlicher wird. Kerstin Hensel schreibt in ihrem Nachwort: „STEINSTÜCKEN ist STEINSTÜCKEN ist ein Roman. Poetisch, grotesk, barock, präzise, lakonisch, geschrieben im Atemrhythmus des Autors. Das Stakkato zeigt sein Getriebensein in klaustrophobischer Panik. Der Autor jagt Erinnerungen nach und wird von ihnen gejagt, stets auf höchster seelischer Alarmstufe. Erinnerungen verfugen sich in Rückblenden, Déjà-vus, Erschütterungen, in bedrohlichen kafkaesken Situationen.“ Die Buchinformation zum Download

22,00 €*