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Einmal im Leben möchte ich in Küstrin gewesen sein

Günter de Bruyns Märkische Fahrten

Ausstattung: Klappenbroschur

Seitenzahl: ca. 184

Illustrationen: ca. 40

Format: 205 mm x 125 mm

ISBN: 978-3-96982-126-8

25,00 €*

Buch in Planung! Änderungen von Preis, Umfang und Ausstattung vorbehalten. Erscheint voraussichtlich am 16. September 2026

Günter de Bruyn hat seine nie versiegende Faszination für die märkische Landschaft, die aufgrund ihrer sandigen, kargen Beschaffenheit einst als »Streusandbüchse« verspottet wurde, mit der neugierigen Bereitschaft erklärt, deren verborgene Reize erkunden zu wollen. Dabei ging es ihm um ein »Gefühl für Landschaft und Geschichte, für an Landschaft ablesbarer Geschichte«, wie es in einer Tagebuchnotiz von 1969 heißt. Er las Kirchenbücher und Chroniken, fand alte Flurkarten, um auch wenig bekannte Orte wie Schwenow, Kossenblatt oder Friedersdorf am Rande des Oderbruchs in seinem eigenwilligen Koordinatensystem zu verorten.
Im Beeskower Nachlass fanden sich Fahrtenberichte, Tagebucheintragungen und Briefe, die belegen, dass de Bruyn seit den 1960er-Jahren systematisch und kontinuierlich auf geplanten Wanderfahrten unterwegs war. Gezielt suchte er Herrensitze, Schlösser und Kirchen auf, um deren baulichen Zustand mit kritischem Blick zu begutachten. Die inspizierten Orte und ihre Denkmäler lieferten ihm aber auch wertvolles Material für Buch-Projekte wie Mein Brandenburg, Abseits. Liebeserklärung an eine Landschaft oder Kossenblatt. Das vergessene Königsschloss. So verbindet sich in de Bruyns literarischer Vermessung märkischer Kulturlandschaft Authentisches mit Fiktivem zu einer einzigartigen Collage.
Die hier erstmals veröffentlichten Fahrtenberichte Günter de Bruyns umfassen die Jahre 1980 bis 1991. Zusammen mit einer Auswahl zeitgleich entstandener Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Fotos sind sie beredte Zeugnisse seiner Heimatsuche im Märkischen.

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Ein fertiges Buch ist ein Argument

Brigitte Reimann und Günter de Bruyn in Briefen

Im März 1965 begegneten sich die Schriftstellerin Brigitte Reimann und der Schriftsteller Günter de Bruyn zum ersten Mal. In Reimanns Tagebuch findet sich dazu die Notiz: »Lernte Günter de Bruyn kennen, der mir einen vorzüglichen Eindruck machte.« Wie es danach weiterging, davon war bislang nur aus den Aufzeichnungen der Schriftstellerin zu erfahren: Es gab zufällige wie geplante Treffen, und die beiden schrieben sich hin und wieder Briefe.Günter de Bruyn hat weder in seinen autobiografischen Texten noch in anderer Weise diese Bekanntschaft jemals öffentlich erwähnt. In seinem Nachlass fanden sich jedoch Briefe an Brigitte Reimann und sie betreffende Tagebucheintragungen – Dokumente eines intensiven Austausches unter Kollegen, in denen Persönliches ebenso thematisiert wurde wie Probleme bei Verbandstreffen und Schriftstellerkongressen. Im Zentrum aber standen die literarische Produktivität des jeweils anderen sowie eine respektvolle Anteilnahme füreinander.Mit der Publikation werden erstmals sämtliche bislang aufgefundenen Briefe und Postkarten zwischen Brigitte Reimann und Günter de Bruyn veröffentlicht und von Carola Wiemers literatur- und zeithistorisch verortet.Brigitte Reimann (1933–1973) wurde nach kurzzeitiger Tätigkeit als Lehrerin freie Schriftstellerin. Zunächst dem »Bitterfelder Weg« und dem sozialistischen Realismus verpflichtet, änderten sich ihre politische Haltung und ihr literarischer Anspruch. Ihr wichtigstes Werk ist das postum 1974 veröffentlichte Romanfragment Franziska Linkerhand. Große Publikumsresonanz erzielte die Veröffentlichung ihrer Tagebücher.Günter de Bruyn (1926–2020) war nach Tätigkeit als Bibliothekar und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Bibliothekswesen der DDR seit 1961 freiberuflicher Schriftsteller. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören die Romane Buridans Esel (1968) und Neue Herrlichkeit (1984) sowie die autobiografischen Bände Zwischenbilanz. Eine Jugend in Berlin (1992) und Vierzig Jahre. Ein Lebensbericht (1996). Postum erschien 2021 bei S. Fischer Die neue Undine.

20,00 €*
/ / Günter de Bruyn – Schreibwelten

Zwischen märkischer Kulturgeschichte und deutscher Gegenwart

Die Autorschaft von Günter de Bruyn (1926–2020) erstreckt sich über sechs Jahrzehnte und umfasst Romane und Erzählungen, kulturhistorische Essays und Chroniken, Biografien und autobiografische Schriften. In seinem Werk gehen Historie und Fiktion, Geschichte und Gegenwart, Eigenes und fremdes vielfältige schöpferische Verbindungen ein und bilden besondere Schreibwelten. Diesen widmete das Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) 2021 ein Ausstellungs- und Tagungsprojekt und präsentiert zu Günter de Bruyns 95. Geburtstag mit diesem Band aktuelle Perspektiven auf Themen und Strukturen seines Werkes, seine Poetik sowie die Rezeption des Autors im europäischen Ausland. Ein Schwerpunkt des Bandes liegt auf de Bruyns märkischem Schreiben. Über die gesamte Dauer seines Schriftstellerlebens ließ de Bruyn die Landschaft, Kultur, Literatur und Geschichte der Mark Brandenburg erzählerisch prominent in Erscheinung treten. Die Fokussierung auf de Bruyns Schreibwelten eröffnet einen neuen Blick. Dieser profitiert von einem reichen Materialfundus: Erstmals konnten seine Recherche- und Arbeitsmaterialien genutzt und im Bild dokumentiert werden.Die Buchinformation zum Download.

28,00 €*