Der Besuch der Mutter

Berliner Geschichten

Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag

Seitenzahl: 128 Seiten

Format: 205 mm x 125 mm

ISBN: 978-3-96982-028-5

18,00 €*

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Joochen Laabs gilt als meisterlicher Geschichtenerzähler. Sein Stoff ist das schwer zu fassende Innere des Einzelnen, das von der Außenwelt umklammert wird. Dabei ist er ein genauer Beobachter der scheinbar nebensächlichen Dinge, Gesten und Verhaltensweisen, in denen sich so viel über die Menschen, ihre Zwänge und Erwartungen, ihre Ängste und Hoffnungen ausdrückt. Das Arglos-Alltägliche, betörend konkret erfasst, gleitet dabei unversehens ins Hinterhältige und Beklemmende. Spätestens hier weitet sich sein Blick auf die historischen Eckpfeiler, denen niemand entkommt.
Es sind leise Geschichten ohne Pathos und Larmoyanz, von Ironie und Witz durchwebt, voller Sympathie für wenig heldenhafte Figuren und deren Schicksale.
In den Erzählungen ist ein unverkennbar kritischer Blick auf die von zweierlei Erfahrungen geprägten Lebensläufe gerichtet, die sich durch Bau und Fall der Mauer zwischen Ost und West so verschieden verfestigten. Doch Laabs findet einen Notausgang aus den scheinbaren Parallelwelten: die Literatur.


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In der legendären Lyrikwelle debütierte Joochen Laabs 1970 mit dem Gedichtband Eine Straßenbahn für Nofretete. Romane, Erzählungen, Essays, Features und wiederum Gedichte folgten. Nun legt Laabs ein lyrisches Zeugnis durchlebter Denk- und Gefühlslagen vor, das sich in großem Bogen über mehr als ein halbes Jahrhundert von der Nachkriegs- bis in die Nachwendezeit spannt. Die ungestüme, welterfassende Geste des Aufbruchs, verbunden mit großen Erwartungen an die Liebe und das Leben, findet ihren Platz. Aber auch mindestens so intensiv erlebte Ernüchterungen werden zum Thema. Knappe, prägnante Wortwahl wechselt mit kunstvoll sich ausbreitender Rede. Lapidare, scheinbar arglose Sätze entfalten unerwartete Tragfähigkeit oder entpuppen sich als hinterhältige Fallgruben. Ein immer wiederkehrendes Motiv (des einstigen Verkehrsplaners): Bewegung. Straßen-, und Eisenbahnfahrten, Flüge, reale oder fiktive Reisen als Ausdruck von erlebter und vorenthaltener Welt- und Lebenserfahrung, dingfest gemacht an Namen, Geschehnissen, Städten und Landschaften.

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