Kosovos Töchter

Roman

Ausstattung: Hardcover

Seitenzahl: 232

Format: 205 mm x 125 mm

ISBN: 978-3-947215-86-7

22,00 €*

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Veranstaltungen

polip international literature festival 11th edition 2021

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Samstag, 4. Dezember 2021, 11:30 Uhr
Wie können Literatur und Theater auf mediterrane Konflikte reagieren?
Literaturfestival split lit int in Split, Kroatien
Gäste: Ralph Hammerthaler, Renato Baretić, Arianne von Graffenried
Moderation: Bruna Bebić
Ort: The Hall of the Literature Circle Split, Kroatien

Nachholtermin 2022
Ralph Hammerthaler liest aus Kosovos Töchter
Ort: Lettrétage, Mehringdamm 61, 10961 Berlin
Einlass ab 19:00 Uhr
Eintritt: 6,00 €/erm. 4,00 €

Vergangene Lesungen
30.9.2021 Stadtteilbibliothek Buch
12.9.2021 Oda Theater in Prishtina, Kosovo [GESPRÄCH auf YouTube]
26.8.2021 Helene-Nathan-Bibliothek, Berlin
25.11.2020 Krawalle & Liebe #14, Literaturforum im Brecht-Haus (Online-Veranstaltung, RH ab Min 1:00:20)
1.10.2020 Buchpremiere, REH Geyersbach, Berlin
28.9.2020 Fontane Festspiele Neuruppin

"Wieder in seinem Apartment, ging er in Gedanken alle Gesichter durch, die er im Treppenhaus gesehen hatte. Da musste der eine oder andere Mann dabei gewesen sein. Nein – oder? Und dieser Schwarm von Teenagern gestern, der sich vor ihm teilte und nach ihm wieder schloss, sodass er einen Augenblick mittendrin stand? Nein, kein einziger Junge. Im dritten Stock bogen die Mädchen in den Korridor ein. Ein unbestimmter Duft hing ihm so lange unter der Nase, bis er das Haus verließ. Lange stritt er die Erkenntnis ab, doch mit einem Mal ließ er sie zu: Ja, nur Frauen. Warum war ihm das nicht früher aufgefallen?" 

 Anton, ein früherer deutscher Soldat, kehrt nach gut fünfzehn Jahren nach Kosovo zurück, wo er 1999 mit der Nato eingerückt war. Er hatte damals vor einer serbischen Kirche Wache gehalten, da Racheakte seitens der Albaner befürchtet wurden. Hier suchte ihn täglich ein albanisches Mädchen auf, das er nun wiederzufinden hofft. An einer schweren Krankheit leidend, hat er sich in den Kopf gesetzt, eine verpasste Chance nachzuholen. In der Hauptstadt Prishtina mietet Anton ein Apartment. Erst nach und nach fällt ihm auf, dass in seinem Wohnblock ausschließlich Frauen wohnen. Hier erfährt er von einer feministischen Bewegung, die sich gegen die zählebigen patriarchalen Traditionen richtet. Aus Sicht der rebellierenden Frauen ist die junge, programmatisch diffuse Partei V.! wie gemacht für das Einsickern feministischer Kräfte. 
Antons Nachbarin ist die attraktive Sunita, die alle paar Tage Besuch von einem älteren Herrn bekommt, einem Franzosen, der für die „Internationalen“ arbeitet. Anton lernt auch die ältere Eli kennen, die als Präsidentin der Bewegung bezeichnet wird. Nach leidvollen Erfahrungen im Krieg hat sie eine NGO für Konfliktmanagement gegründet. Die zunehmende Radikalisierung der jüngeren Frauen bereitet ihr Sorgen. Und da ist die intellektuelle Veprore, die von den vereinigten Frauen des Balkan träumt. Plötzlich taucht in den Straßen ein modisches Accessoire auf: Immer mehr Frauen tragen einen Dolch am Gürtel. Die Stichwaffe schmückt, wirkt aber auch bedrohlich. Bei einem von V.! veranstalteten Volksfest kommt es in Prishtina schließlich zum Eklat …

Pressestimmen

O-Ton: „Ich habe einen brandneuen Roman hier rausgezogen, von Ralph Hammerthaler. Das Buch heißt Kosovos Töchter. Und bringt verdammt viel Spaß, also, das muss man tatsächlich sagen, es ist eine abgedrehte Geschichte. Sie spielt im Kosovo im Jahre ungefähr 2015. Und es geht um einen deutschen ehemaligen Soldaten, der schwer krank ist, eigentlich sterbenskrank ist und noch eine Mission für sich persönlich erledigen muss im Kosovo und plötzlich in das Umfeld kommt von wilden kosovarischen Feministinnen, die probieren, den Staat zu übernehmen, weil sie einfach keinen Bock mehr haben auf das Patriarchat im Kosovo. Unglaublich komisch, sehr knackige, gute Stimme. Gefällt mir sehr, sehr gut.“
Kurt von Hammerstein für die Literaturagenten von RadioEins
"eine wilde Fantasie, die auf einer ganzen Reihe von Tatsachen beruht"
Ralph Hammerthaler über das Wesen von Kosovos Töchter, im Gespräch mit Christoph Leibold für den BR2
„Da kommt es dann schon mal vor, dass ein Auto Flügel kriegt und abhebt.“
Christoph Leibold, BR Kultur
„eine wilde, magisch-realistische Fantasie [...], in der die Frauen durchweg cleverer, selbstbewusster und kämpferischer gezeigt werden als die Männer“
Dorothea Marcus, taz

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Titel dieses Autors

Neu
Die fünfte Nacht

Roman

Paul ist Straßenbahnfahrer in Duisburg. Als er sich auf ein Abenteuer mit der sehr viel jüngeren Séverine einlässt, zerbricht seine Ehe. Zwei Obsessionen befallen ihn immer wieder: Die eine kreist um eine nervöse Spannung, die für ihn in der Luft liegt, fast greifbar unter den Fahrgästen, die andere um Einstürze im durch den Bergbau unterhöhlten Revier, Tagesbrüche genannt – ein Wort, das ihm Furcht einflößt. In Gedanken sieht er die Gegend langsam, aber sicher versinken. Paul lernt die ungleichen Brüder Yann und Wolle kennen. Während Yann bei der Antifa aktiv ist und in einem Blog islamistische Strömungen anprangert, gilt Wolle als berüchtigter rechter Hooligan. Yann hat zwei beste Freunde, den Kurden Baran und den schwarzen Softwareentwickler Kymani, der fast irre wird bei der Frage, woher er komme, aber geduldig antwortet: aus Oberhausen. Vor einer Kneipe wird Wolle niedergestochen, worauf Yann ihn vorübergehend bei sich aufnimmt. Und dann stürzt eine rassistisch motivierte Amokfahrt alle in großes Entsetzen … Eindringlich schildert Ralph Hammerthaler unterschiedliche soziale Milieus und eine ganze Reihe von Figuren, die das Wort von der Migrationsgesellschaft, die das Revier seit Langem prägt, mit Leben erfüllen. Und er zeigt Risse auf, die sich für seine Protagonisten unmerklich auftun. Die Buchinformation zum Download.

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