/

Hundert Arten auf den Wolf zu kommen

Mit zehn farbigen Illustrationen von Helge Leiberg

Ausstattung: Hardcover, Halbleinen

Seitenzahl: 32

Illustrationen: zehn

Format: 260 mm x 200 mm

ISBN: 978-3-96982-004-9

15,00 €*

Sofort verfügbar, Lieferzeit 1-3 Tage

Veranstaltungen

Noch bis Weihnachten 2021 hängen in der Theaterbuchhandlung Einar & Bert in der Winsstraße 72, 10405 Berlin die originalen "Wolfsbilder" von Helge Leiberg, die Kristin Schulz' Kinderbuch Hundert Arten auf den Wolf zu kommen illustrieren.

Samstag, 4. Dezember 2021, 10:00 Uhr
Kristin Schulz: "Hundert Arten auf den Wolf zu kommen"
Ort: Theaterbuchhandlung "Einar & Bert", Winsstr. 72, 10405 Berlin
Eine Matinee für Kinder und Erwachsene
Der Eintritt ist frei, es gilt die 2G-Regel

Montag, 3. Januar 2021, 19:30 Uhr
„Dem Menschen das Ertragen der Wahrheit zutrauen“
Ein Abend für Franz Fühmann zum 100. Geburtstag
Kristin Schulz, seit ihrer Kindheit von Fühmann-Büchern begleitet, stellt den Dichter vor und liest ausgewählte Texte. Im Gepäck hat sie auch ihre „Hundert Arten auf den Wolf zu kommen“, ein Fühmann gewidmetes Kinderbuch, illustriert von Helge Leiberg.
Ihr zur Seite in geteilter Begeisterung der Literaturwissenschaftler Ralf Klausnitzer.
Ort: Schleiermacherhaus, Taubenstraße 3, 10117 Berlin
Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

Vergangene Veranstaltungen
10.9.2021 Online-Lesung, Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur
31.5.2021 Premiere im Literaturforum im Brecht-Haus (online)

„Mama, ich hab Angst, ich kann nicht einschlafen. / Wovor hast du denn Angst? / Vor dem Wolf. Dass er herkommt“. Mateja Ellen Ruth Sarah Mutesius liegt im Dunkeln im Bett, überzeugt, dass der Wolf Mittel und Wege findet, zu ihr vorzudringen. Und was dann passiert, weiß sie aus Büchern. Ebenso wendig und findig wie die Tochter, die die möglichen Schlupflöcher des Wolfes ausbuchstabiert, reagiert die Mutter und beruhigt das Kind. So nimmt der existenziell verwobene Dialog von Tochter und Mutter seinen Lauf. 
Hundert Arten auf den Wolf zu kommen erzählt von verschlungenen Umwegen, die die Gedanken, zu Gestalten geworden, nehmen: Ein Erfinden aus Not wird zur Offenbarung, wie dem Wolf und der Angst beizukommen ist. Abkürzungen helfen nicht, aber vielleicht Kuchen mit Kirschen?
Helge Leibergs Bilder nehmen die Gedanken von Tochter und Mutter in der Verfolgung der Schatten auf und beginnen ihrerseits eine poetische Reise – hinein in die Tagträume und Dunkelkammern der Fantasie, mit ungeahnten Dimensionen …

Ausgezeichnet als "Bilderbuch des Monats November 2021" von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V.   Leseprobe


Pressestimmen

Die Tochter kann nicht einschlafen: Ist sie doch überzeugt, dass der Wolf alle Schlupflöcher kennt und in ihr Zimmer kommt. Ihre Mutter muss all ihre Phantasie nutzen, um Gegenbeispiele zu finden. Selten nahm ein Bilderbuch so gelungen Dialogizität ernst. Die Bilder des Künstlers nehmen diese auf und eine poetische Reise beginnt.
Jury, Bilderbuch des Monats, 
Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V.

Faszinierend und doppelbödig – sehr zu empfehlen!
Michael Ritter, AJuM

ein zauberhaftes Kinderbuch […], das man getrost auch als Erwachsener zur Hand nehmen darf
Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung

***


Weitere Titel der Autorin

Angewandte Verhältnisse

Gedichte

Angewandte Verhältnisse – das sind Gedichte über unbequeme Verhältnisse, die zum Aufstand rufen, bis die Stellungen ausgeschritten sind und die Grenzen sich weiten. Sie umkreisen den Irrsinn und schweifen ins Wortwörtliche aus: Von Affe bis Zaum sind die Kose- wie Schimpfworte adressiert, mal Widmungen und Wendungen, mal kinderleichte Kinderlieder, aus schiefschwarzem Mund gesungen. Im Versuch, sich einen schlafwandlersicheren Reim auf die Dinge zu machen, die sich nicht fügen, ohne zu lügen, wird die eigene Stimme wieder vernehmbar.

15,00 €*
/ Klartext: Bühne oder Feuer

Szenen, Gedichte, Prosa und Skizzen aus dem Nachlass

In Verbindung mit der Akademie der Künste herausgegeben von Kristin Schulz

„Als dem S. wieder mal der Stein den Berg runtergerollt war, sagte er laut: Jetzt ist aber Schluß mit der Scheiße, er vergrub den Stein in der Erde und wollte seiner Wege gehen. Wohin wußte er nicht.“ (Georg Seidel) Georg Seidel (1945–1990) ist noch immer ein Geheimtipp, obwohl er Anfang der 1990er-Jahre mit seinem Theaterstück Villa Jugend von der hymnischen Kritik gleich neben Heiner Müller platziert wurde. Der Band, der zu Ehren von Seidels 75. Geburtstag erscheint, versammelt zahlreiche unbekannte Texte aus dem Nachlass: autobiografische Notate, Programmatisches, Tagebucheinträge, Lyrik, Szenen und kurze Stücke sowie ein bisher ungespieltes Berlin-Stück, geschrieben 1987 anlässlich der bevorstehenden 750-Jahr-Feier der Stadt: ein grotesker Bilder- und Geschichtsbogen, gespannt über 200 Jahre, der den Fall der Mauer zwei Jahre vor dem tatsächlichen Ereignis vorwegnimmt. Geboren 1945 in Dessau, arbeitete Georg Seidel als gelernter Werkzeugmacher, ab 1968 als Bühnenarbeiter am Dessauer Theater. Die zugesagte Immatrikulation beim Leipziger Literaturinstitut Johannes R. Becher wurde zurückgezogen. Ab 1973 war er als Beleuchter tätig, ab 1975 am Deutschen Theater in Berlin, an dem er sieben Jahre später zum dramaturgischen Mitarbeiter aufstieg. Seit Ende 1987 schlug er sich als freischaffender Autor durch, bis er im Juni 1990 einem Krebsleiden erlag, ohne die erfolgreiche Uraufführung seines letzten Theaterstücks Villa Jugend am Berliner Ensemble noch mitzuerleben, für das er im selben Jahr postum den Mülheimer Dramatikerpreis erhielt.

20,00 €*