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Das Gelächter

Erzählung

Mit Zeichnungen von Robert Voss

Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag

Seitenzahl: ca. 88

Illustrationen: ca. 6

Format: 205 mm x 125 mm

ISBN: 978-3-96982-125-1

20,00 €*

Buch in Planung! Änderungen von Preis, Umfang und Ausstattung vorbehalten. Erscheint voraussichtlich am 16. September 2026

Ein älterer, leicht misanthropischer Autor aus Ostdeutschland erwacht mit dem Gefühl, dass nichts mehr ist wie zuvor. Tatsächlich sitzt wenig später ein unerwarteter Gast in seiner Wohnung: der tschechische Schriftsteller Bohumil Hrabal – tot, und doch höchst lebendig. Anfangs kaum größer als ein Däumling, erweist sich Hrabal rasch als ebenso unberechenbarer wie wortgewaltiger Begleiter, der seinen erstaunten Gastgeber auf eine absurde Reise mitnimmt. Was folgt, ist ein wilder Ritt durch Zeiten und Systeme: von Prager Kneipen über kommunistische Machtzentralen bis in private Erinnerungsräume, in denen sich Schuld, Anpassung und Verdrängung verdichten. Historische Figuren wie Václav Havel oder Walter Ulbricht erscheinen dabei ebenso unvermittelt wie Gott und der Teufel selbst.
Andreas Montag entfaltet ein bitterkomisches Panorama politischer Verirrungen und individueller Verstrickungen. Mit scharfem Witz und einem respektlos-poetischen Tonfall stellt er die entscheidenden Fragen: Wie wird man Diktaturen los? Wie geht man mit den Albträumen um, mit den nicht verheilten Wunden, die von den erzwungenen Kompromissen geblieben und später meist verdrängt worden sind? Die Antwort dieses außergewöhnlichen Buches ist ebenso überraschend wie befreiend: durch ein großes Gelächter.

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»Kapitalismus ist auch scheiße, hat Paul gesagt, diesen einen Satz. Sonst nichts. Seitdem schweigt er, liegt im Sand, starrt in den makellos blauen Himmel und schweigt. Linda sitzt neben ihm, den Kopf abgewendet, wie die junge Frau auf Walter Womackas Gemälde Am Strand. Nur, dass sich Paul eben nicht wie der junge Mann neben dem Mädchen aufstützt und es forschend betrachtet, Paul hat keinen Blick für Linda und niemanden sonst, nicht mal für den Jungen, der zu seinen Füßen krabbelt.«Zwei junge Leute im Osten Berlins. Dort, wo die Stadt sich schick gemacht hat – und teuer wird. Paul, der Musik machen will, hat sich als Hausmeister für den »Mogul« verdingt, dem nicht nur dieser Laden gehört. Linda, Pauls Freundin, hat ihr Studium geschmissen, ein Kind bekommen und kellnert wieder in einem Café. So kommen sie über die Runden, zumal Pauls Eltern aushelfen können. Nun erleben beide, Linda und Paul, eine magische Nacht: getrennt. Wirklichkeit und Traum berühren sich. Und es geht natürlich um alles. Auch um das Glück.Die Buchinformation zum Download

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Ein Mann kehrt zurück in die thüringische Kleinstadt, in der er in den Sechzigern und Siebzigern aufgewachsen ist – ohne Vater (der die Familie gen Westen verlassen hatte), von Mutter und Großmutter streng erzogen. Das Geld war immer knapp, die Entbehrungen, die die Frauen während des Krieges und danach erleiden mussten, wurden dem Jungen oft deutlich vor Augen geführt.Neben starken Bildern, wie dem von der eigenbrötlerischen Elfriede, die ein dunkles Geheimnis umweht, oder der Wut, mit der er sich an die verlogenen Märchen vom Sozialismus, die Versprechungen vom Aufbau eines „besseren Deutschland“ und an die Brutalität seiner tumben NVA-Vorgesetzten erinnert, ist sein Gedächtnis voll von einem Universum an Gerüchen – DDR-Gerüchen: Bohnerwachs und Bratkartoffeln, billige Kernseife und das Scheuerpulver Ata, Räuchermännlein zu Weihnachten oder der scharfe Geruch des Mottenpulvers, den ein ausgestopfter Braunbär im Naturkundemuseum verströmte. Dazu gehören auch die Begegnungen mit Sowjetsoldaten: ihre braunen, streng riechenden Uniformen, der Rauch ihrer selbstgedrehten Zigaretten, der sich mit dem Gestank des Treibstoffs ihrer Panzer mischte. Gerüche, untrennbar mit Ordnung, Disziplin und Obrigkeitsfurcht verbunden, olfaktorische Memorabilien einer versunkenen Zeit – wenig geeignet, sie zu verklären. Andreas Montag steuert ein wendiges Boot durch das Meer der Neuerscheinungen, die sich mit dem Leben in der DDR befassen und zu ergründen suchen, „was diese merkwürdigen Ostler wirklich ausmacht. Nennen wir es Stallgeruch. Doch, das passt. Im Guten wie im Bösen.“

20,00 €*