ca. 160 Seiten, ca. zehn Abbildungen

Hardcover mit Schutzumschlag, Format: 12,5 x 20,5 cm

ISBN: 978-3-96982-000-1

ca. € 22,00 (D) / € 22,60 (A)

erscheint im Juni 2021





Irmgard Keun / Michael Bienert

Man lebt von einem Tag zum andern

Briefe 1935–1948

Herausgegeben von Michael Bienert

„Ich bin rein arisch, mein Stammbaum nimmt gar kein Ende. Es kotzt mich an, sowas sagen und schreiben zu müssen.“ (Irmgard Keun an Franz Hammer, 1935)


Im Sommer 1935 erhält die Schriftstellerin Irmgard Keun (1905–1982), deren Romane von den Nationalsozialisten verboten worden sind, Post von einem unbekannten Kollegen. Franz Hammer (1908–1985) ist nach der Machtübernahme Hitlers verhaftet und anschließend zu Zwangsarbeit verpflichtet worden. Dennoch hat er – wie Irmgard Keun – das Schreiben nicht aufgegeben. Zwischen beiden entsteht rasch eine warmherzige Brieffreundschaft, die auch nicht abreißt, als sie sich entschließt, ins Exil zu gehen.
Da Irmgard Keun kein Archiv hinterlassen und biografische Spuren verwischt hat, besitzt der Fund von zwanzig Briefen und Gegenbriefen im Literaturarchiv der Akademie der Künste, Berlin besonderes Gewicht. Die Autorin schildert, wie sie ihre illegale Publikationstätigkeit im „Dritten Reich“ organisiert und wie sie vergeblich versucht, zur Reichsschrifttumskammer zugelassen zu werden. Nach ihrer Flucht aus Deutschland berichtet Keun über die prekäre Existenz als Exilschriftstellerin.
Weitere kürzlich aufgefundene Briefe, unter anderem an ihren Ehemann Johannes Tralow (1882–1968), stammen aus der Zeit von Keuns Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1940. In ständiger Gefahr, ins Konzentrationslager zu kommen, schlägt sie sich bis Kriegsende durch. In den Trümmern ihres Elternhauses beginnt sie, wieder für den Rundfunk zu schreiben.


Auf die Spuren Irmgard Keuns in Berlin begibt sich Autor und Herausgeber Michael Bienert im vbb-Titel Das kunstseidene Berlin. Irmgard Keuns literarische Schauplätze (2020).


Ihrem Buch merkt man die Liebe zum Werk Irmgard Keuns an!

Rosemarie Tuchelt, hr2 Kultur



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Buchinformation

Veranstaltungen

Irmgard-Keun-Woche im Literaturforum im Brecht-Haus

-> zum Programm 11. Juli bis 16. Juli 2021


Sonntag, 11. Juli 2021, 11:00 Uhr

Das kunstseidene Berlin. Stadtführung zu Irmgard Keun mit Michael Bienert

Treffpunkt: U-Bahnhof Uhlandstraße, Ausgang Fasanenstraße

Anmeldung per E-Mail oder Telefon: 030/ 28 22 003


Montag, 12. Juli 2021, 19:00 Uhr

Irmgard Keun - Leben und Werk

Im Gespräch: Katy Derbyshire und Michael Bienert, Moderation: Eva Lezzi


Freitag, 16. Juli 2021, 16:00 Uhr

Das kunstseidene Berlin. Stadtführung zu Irmgard Keun mit Michael Bienert

Treffpunkt: U-Bahnhof Uhlandstraße, Ausgang Fasanenstraße

Anmeldung per E-Mail an Michael Bienert


Freitag, 16. Juli 2021, 19:00 Uhr

Zu Ehren Irmgard Keun – Lesung mit Fritzi Haberlandt und einem Gastbeitrag von
Martina Keun-Geburtig

Der abschließende Tag der Veranstaltungswoche steht ganz im Zeichen der Kunst und zelebriert die Autorin Irmgard Keun: Die Schauspielerin Fritzi Haberlandt – auch Darstellerin in Babylon Berlin – liest aus Keuns Werk. Als Ehrengast liest Frau Martina Keun-Geburtig einen Brief ihrer Mutter.

Pressestimmen

Einblicke: "In einem Kino, das es nicht mehr gibt. Ein Buch widmet sich den Berliner Spuren der Schriftstellerin Irmgard Keun", in: Berliner Morgenpost, 30. Mai 2021 

Edith Dietzler-Isenberg: "'Fast ist es als übersetze sie das Leben in Literatur' – Eine Erinnerung an die Schriftstellerin Irmgard Keun", in: Thomas Morus Akademie Bensberg, 11. Mai 2021

Rosemarie Tuchelt: "Das kunstseidene Berlin", in: hr2 Kultur, Sendung "Am Nachmittag", 20. Januar 2021




 
Quintus-Verlag

Die Programmschwerpunkte des Quintus-Verlages liegen in der Literaturwissenschaft und in Prosa und Lyrik.

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