568 Seiten, 540 Abbildungen
Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen, Format: 21,0 x 22,5 cm

ISBN: 978-3-947215-47-8
€ 60,00 (D) / € 61,60 (A)
lieferbar: sofort




Wegmann, Christoph

Der Bilderfex

Im imaginären Museum Theodor Fontanes

Herausgegeben vom Theodor-Fontane-Archiv, mit einem Vorwort von Peer Trilcke

Theodor Fontane war von Kindheit an ein Bildernarr. Und so sind auch seine Romane großzügig mit Bildern ausgestattet, und zwar wortwörtlich: in Sprache übertragen und in Literatur verwandelt. Manchmal ist es nur eine Anspielung, zuweilen bloß ein Werktitel oder Künstlername, dann wiederum werden mit wenigen Sätzen Gemälde gleichsam reproduziert. Von Sternbildern bis Briefmarken, von Meißner Nippes bis zu Deckengemälden reichen die Bildbeispiele, die in den Romanen  genannt, vom Erzähler und seinen Figuren erinnert, diskutiert, gekauft, vererbt, geschaffen und zerstört werden. Alle wichtigen Geschehnisse und Themen spiegeln sich in Bildern, mit Bildern lernen sich Figuren kennen und lieben, wegen Bildern zerstreiten und trennen sie sich. Fontane hat in seinen Romanen an etwa 1 800 Textstellen Bildmotive eingearbeitet: Porträts, Wappen, Orden, Ornamente, Denkmäler oder Heiligenbilder schimmern wie Wasserzeichen durch seine Texte hindurch. Viele dieser Bilder sind jedoch für heutige Leserinnen und Leser „verblasst“, ihr ikonografischer Gehalt ist kaum noch gegenwärtig. Die Erkundungen des Lese- und Bilderbuches führen insofern oftmals durch Terra incognita. Dabei ist es nicht nötig, Fontanes Werke zu kennen, um der Tour durch sein Musée imaginaire folgen zu können. Diese navigiert durch den gesamten Raum seiner Geschichten wie durch einen einzigen Riesenroman und geht den Motivlinien und Mustern nach, die der Autor gesetzt hat, etwa den Bildern der Liebe, der Macht und des Todes, den Bildern des Wissens und den neuen Bildmedien des 19. Jahrhunderts.


Etliche gescheite Bücher sind in Hinblick auf diesen grossen Tag erschienen. Mein liebstes stammt von Christoph Wegmann. Es ist gross und dick und teuer, aber jeden Franken wert.
(Manfred Papst, NZZ am Sonntag)





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Buchinformation

Pressestimmen

Klaus-Peter Möller: Lektüreaufgabe für Jahre. Neue Fontane-Bücher im Jubiläumsjahr 2019. Eine Umschau", in: LesArt 4/2019

Manfred Papst: "Was kaum auf eine Zeile passt", in: NZZ am Sonntag, 29. September 2019

Manfred Papst: "Und was bitte ist ein Fex?", in: NZZ am Sonntag, 22. September 2019

Roland Berbig: "Der Bilderfex - Fontanes imaginäres Museum von Christoph Wegmann", auf: Fontane-Blog, 12. Juni 2019

Alfred Schlienger: "Theodor Fontane wirkt unverstaubt", in: CH Media, 4. Juni 2019, u.a. Aargauer Zeitung

Martin Zingg: "Wir lernen mit den Augen am meisten", in: ProgrammZeitung Basel, Juni 2019




 
Quintus Verlag

Der Quintus-Verlag wurde im fünften Monat des Jahres 2016, am Montag nach Trinitatis gegründet. Gleich das erste Programm skizziert die Bereiche, in denen der Verlag sich bewegen wird: Literatur, Kunst und (Geistes-)Geschichte, vorrangig im erzählenden Sachbuch dargeboten.

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