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Nachtigallentage

Roman

Nachtigallentage steht auf der Liste der Bücher des Jahres aus unabhängigen Verlagen (Hotlist 2023, Deutschsprachige Romane)„Er streichelt über ihren Arm. Sie mag gar nicht nachdenken darüber, was er jetzt wohl denkt. Und ob er die feinen weißen Linien schon bemerkt hat, die wohl nie mehr ganz verschwinden werden. Wenn sie von sich wie von einer anderen Person redet, ist das, weil es ihr so leichter fällt zu erzählen. Außerdem muss sie sich dann nicht fühlen wie in einem Verhör und erspart es ihm auch, sich wie ein Kommissar zu fühlen.“Sigune lebt mit ihrer Familie in einem großen alten Haus mit riesigem Garten am Stadtrand von Köln. Die Beziehung zu ihrem Mann Andreas ist unglücklich. Ihre beiden Kinder sind klein, und Sigune, die die Familie mit Gelegenheitsjobs ernährt, fühlt sich oft einsam und innerlich zerrissen. Sie ist mit der Situation überfordert und ritzt sich die Arme. Am Ende eines sehr anstrengenden Tages läuft ihr Andreas, als er nachts nach Hause kommt, im dunklen Hausflur in ein Messer, das Sigune gerade in den Müll bringen wollte. Er stirbt auf der Stelle. Sigune entsorgt in Panik seine Leiche in einem Verschlag im Keller. Ihren Freunden und Verwandten erzählt sie, dass Andreas nach Berlin gegangen sei und dass sie nichts mehr von ihm gehört habe. Wie lange lassen sich die Tatsachen verbergen?Sabine Schiffners neuer Roman ist ein abgründiges literarisches Kammerspiel, das in Form eines Geständnisses die Geschichte einer Beziehung mit tödlichem Ende erzählt. 

22,00 €*
Zeit der Kräne

Roman

„Eine prickelnde Erfahrung, an etwas beteiligt zu sein, das Schlagzeilen macht. ABC-Alarm in Mitte – Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst! Mehrere Online-Zeitungen bringen es als Spitzenmeldung. ‚Um 09:32 Uhr wurde uns eine schwere Gefährdung durch Freisetzen von Giften angezeigt‘, so Branddirektor W. Weber. Er habe den Großeinsatz angeordnet, da unklar war, welche Gefahr für die Bevölkerung bestand. Paul kann sich nicht sattsehen an den Fotos. Ein Mann im Anzug ist zu erkennen, ein Taschentuch auf den Mund gepresst. Seine freie Hand gestikuliert vor einer Gestalt mit Gasmaske. Die Evakuierung des Gebäudes. Die ganze Straße hoch Blaulicht!“Das Berlin unserer Tage. Die Gentrifizierung schreitet zügig voran. Kräne, wohin man schaut. Bagger schlagen ihre Zähne in die Goldgrube. Eine neue Baustelle führt den zweiundzwanzigjährigen Dachdecker Paul nach Friedrichshain, wo die letzten besetzten Häuser immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Dort begegnet ihm die zehn Jahre ältere ehrgeizige Doktorandin Marie. Sie macht den arglosen Arbeiterjungen zu ihrem Toyboy. Eine verbitterte Häuserkampf-Aktivistin, seit Studententagen befreundet mit Marie, nimmt sich das Leben und hinterlässt einen Aktionsplan gegen einen Immobilienkonzern. Widerwillig tritt Marie das ungeliebte Erbe an, und so gerät auch Paul in etwas hinein, dessen Auswirkungen er nicht zu überblicken vermag.Erzählt wird Pauls Geschichte von einem alten Untersuchungshäftling. Früher verdiente er seine Brötchen als Verfasser „erotischer Unterhaltung“, jetzt sitzt er wegen Betrugs in der JVA Berlin-Moabit und ist alles andere als ein zuverlässiger Gewährsmann. Als man ihm den jungen Dachdecker auf die Zelle legt, findet er unverhofft zurück in die letztgültige Zuflucht des Schreibens.

22,00 €*
Für immer ist morgen vorbei

„‚Guten Tag, mein Name ist Christian Rothenhagen, meine Meldeadresse ist ... und ich habe gerade in der Kastanienallee eine Wohnung besetzt. Ich hätte gern den dazugehörigen Mietvertrag!‘ Die Dame mir gegenüber sah mich völlig perplex an: Ob ich das denn gerade ernst meine. ‚Klar, steht doch leer, hätte ich gern. Was brauchen Sie nun noch von mir?‘“Er wächst in Ost-Berlin auf, liebt The Cure und verehrt Bowie, zeichnet mit Begeisterung, darf als unangepasster Junge aus katholischer Familie nicht auf die Erweiterte Oberschule, macht deshalb nach der zehnten Klasse eine Lehre als „Facharbeiter für Holztechnik, Spezialisierung Stuhl- und Gestellbau“. So weit, so normal. Doch was ist normal? Wenn man als Zwölfjähriger eine Spielekonsole gegen ein ramponiertes tschechisches Skateboard tauscht und später von einem befreundeten bundesdeutschen Diplomatenkind ein West-Skateboard bekommt, mit dem man sich endlich zur Skate-Crew am Alexanderplatz traut? Wenn man mit fünfzehn für ein Konzert von David Bowie vor dem Reichstag auf ein Dach klettert und vor herannahenden Grenzsoldaten flieht? Wenn man Anfang der Neunziger seinen bunten Trabi für eine Mark an einen der Tacheles-Gründer verkauft? 1989/90 besetzt er eine Hinterhofwohnung, macht später Abi (im Westen Berlins), studiert Erziehungswissenschaften, fliegt 1994 zum ersten Mal nach San Francisco, was ihm zweite Heimat wird – und ist überzeugt, dass er ohne das Skateboarding nicht zum Künstler geworden wäre. In seinen Zeichnungen, Installationen und Wandbildern schlagen sich die präzise beobachteten Veränderungen seiner Umgebung nieder. So, wie er in seinen Kunstwerken die Zeit einfriert, sind es seine Erinnerungen an Freundschaften, Begegnungen, Enttäuschungen und Erfolge, mit denen Christian Rothenhagen nun auch als Autor Farbe bekennt.Ein erstes Kennenlernen? Hier geht's zum Crowdfunding-Video.

25,00 €*
Dritter Hof links

Roman

Mit einem Nachwort von Erhard Schütz

„Dann hat also unsereins keinen Platz mehr in dieser riesigen Stadt, keinen Platz, um nur das nackteste Leben zu fristen? Zerschlagen …, man sollte alles zerschlagen! Eine solche Revolution muss kommen, dass nichts mehr übrig bleibt! Wie lange sollen wir denn noch so weiter verlumpen und verrecken!“Ende der Zwanzigerjahre auf der Schattenseite von Babylon Berlin: In seinem 1929 erstmals erschienenen Roman stellt Günther Birkenfeld die Witwe Schwarzer mit ihren drei Kindern vor, die in den bedrückenden Verhältnissen einer Mietskaserne in Moabit leben. Die zwanzigjährige Erna verdient als Kontoristin eigenes Geld, verbraucht dieses jedoch nur für sich, der siebzehnjährige Paul ist arbeitsloser Schlossergeselle, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten versucht und sich schämt, seiner Mutter zur Last zu fallen, für das fünfzehnjährige Lenchen sind schöne Kleider und ein Schwof am Wochenende der Himmel auf Erden. Die kranke Mutter verdingt sich als Zugehfrau in einem vornehmen Haushalt, um die kleine Familie durchzubringen. Auf engstem Raum zusammenlebend, entdecken Paul und Lenchen ihre Gefühle füreinander, was Paul von Anfang an für verwerflich hält. Als er sich in ein anderes Mädchen verliebt, spitzt sich die Situation zu. Die Mutter, der die Kinder mehr und mehr entgleiten, greift zum Äußersten.Erhard Schütz ordnet in seinem Nachwort Birkenfelds Romandebüt, das große Resonanz erfuhr – Else Lasker-Schüler: „Er fasst den Diamant der Armut in dichterisches Gold“ –, in die Literatur der 1920er-Jahre ein und geht auf den damaligen Boom von Romanen über den „Kampf der Jugend“ ein.

22,00 €*
/ Der Snob

Roman

Edmund-Edel-Werkausgabe, Bd. 2, hg. von Björn Weyand

„‚Übrigens, Hermann, die saubere Wäsche ist noch nicht aus England zurückgekommen? Telegraphieren Sie heute sofort, damit ich nicht in Verlegenheit gerate.‘ Willy ließ seine Wäsche in England waschen, da es allgemein bekannt war, dass das Spreewasser zu hart für das feine Leinen war und man nirgends so gut bügeln konnte wie drüben auf der grünen Insel.“Nach dem Erfolg seiner Gesellschaftssatire Berlin W. Ein paar Kapitel von der Oberfläche nimmt Edmund Edel erneut die besseren Kreise der Berliner Gesellschaft in den Blick. Im Zentrum seines 1907 erschienenen Romans steht Willy Lehmann, der titelgebende Snob. Er beherrscht die zurückhaltende Noblesse perfekt, und mit seiner vollendeten Eleganz hat er den Makel seiner Herkunft aus einer Charlottenburger Gärtnerfamilie gründlich abgestreift. Zu seinem mondänen Leben gehört die luxuriöse Wohnung nahe dem Kurfürstendamm ebenso selbstverständlich wie die Gepflogenheit, diese für ausgedehnte Aufenthalte in St. Moritz oder Monte Carlo während der Wintermonate zu verlassen, wo Willy auf die gleichen Mitglieder der Hautevolee trifft wie im Berliner Westen – so auch auf die Textilfabrikantentochter Trude Blachstein. Sie erscheint ihm als Gegengewicht zu „all dem hohlen Getue, das ihn umgab, und durch dessen übertünchte Halbheit er angewidert wurde“. Willy Lehmann lässt sich für ein Theaterprojekt begeistern und wird dessen Hauptinvestor. Zurück in Berlin, stürzt er sich auf seine endlich gefundene Aufgabe. Die Eröffnung des Theaters wird ein voller Erfolg, das Publikum jubelt und die gefürchtetsten Kritiker gießen Lob aus. Doch Willy wird klar, dass er darüber etwas verloren hat: seinen „Stil“. Als auch seine Liebe zu Trude erkaltet, kehrt er Berlin für unbestimmte Zeit den Rücken … 

22,00 €*
/ Berlin W.

Ein paar Kapitel von der Oberfläche

Edmund-Edel-Werkausgabe, Bd. 1, hg. von Björn Weyand

»Berlin W. Draußen, wo die Protzenburgen des Geldes den Kurfürstendamm säumen, wo die ›Jugendstil‹-Architekturen des ›bayerischen Viertels‹ sich in maßlosen Geschmacksverirrungen gefallen, da draußen, wo das Geld rollt, die Dienstmädchen weiße Häubchen tragen und die ›Herren‹ Portiers auf hochherrschaftliche Ordnung halten, und wo Berlin eigentlich Charlottenburg, Schöneberg oder Wilmersdorf ist, da draußen liegt Berlin W.«Rund um den Kurfürstendamm lässt sich um 1900 eine neureiche Gesellschaft in komfortabel ausgestatteten Behausungen nieder. Demonstrativer Konsum gehört hier zum guten Ton. Die richtigen Möbel, das richtige Porzellan, die richtigen Reiseziele und Sommerfrischen, die richtigen Freizeitbeschäftigungen und die richtige Kunst und Literatur – alles unterliegt dem Spiel der Mode. Edmund Edel beschreibt dieses Treiben an der Oberfläche mit der soziologischen Treffsicherheit eines Georg Simmel, dem großen Denker des großstädtischen Geisteslebens, der wie Edel selbst Bewohner von Berlin W. war, und mit feinsinnigem, bösem und zugleich liebevollem Humor. Seine Satire Berlin W. Ein paar Kapitel von der Oberfläche, 1906 erstmals erschienen, eröffnet das Panorama einer im Luxus schwelgenden Gesellschaft der Jahrhundertwende und gibt Einblick in die Anfänge der modernen Konsumkultur. Die Neuausgabe ist zugleich Auftakt zu einer Edmund-Edel-Werkausgabe.Die Buchinformation zum Download

20,00 €*
Stephan Hermlin

Entlang eines Dichters

„Die Regale der Buchhandlungen zucken bei Hermlin mit den Schultern, kühl, nüchtern: Nichts von ihm ist auf den Märkten gegenwärtig. Aber man stößt überall auf den Namen, wo deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts zur Rede steht. Biografien und Autobiografien, Briefbände und Tagebücher aus der DDR: Er ist über Jahrzehnte hin Bezugsperson. Viele Essaybände und Zeitgeschichtswerke über ostdeutsche Literatur kommen ohne ihn nicht aus.“Stephan Hermlin (1915–1997) war einer der bedeutendsten Schriftsteller der DDR. Als Jugendlicher hätte er wohl auch Klosterschüler werden können, wurde aber Jungkommunist. Er hätte als Dichter früh zu Ernst Jünger finden können, den er zeitlebens für einen Großen hielt, aber er fand zu Thälmanns Partei. Der Gedanke der Selbstverbesserung wich dem besseren Gedanken: die Welt zu ändern. Hans-Dieter Schütt wendet sich in seinem biografischen Essay einem Charakter zu, dessen Leben auf bewegende Weise den Aufschwung wie das Scheitern eines politischen Systems widerspiegelt. Hermlin – Lyriker, Erzähler und Übersetzer – lebte einen Widerspruch: zwischen geistigem Adel und der Bereitschaft zu soldatischer Fügung. Ein linker Aristokrat, der sich mit Selbststilisierung schützte – und angreifbar machte. Der Schriftsteller, der 1976 die folgenreiche Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns initiierte, bewahrte Form, wo die politischen Vergröberungen zunahmen. Als er 1978 auf dem Schriftstellerkongress betonte, ein „spätbürgerlicher Schriftsteller“ zu sein, war dies der rhetorische Höhepunkt einer stetig gewachsenen inneren Entfernung von der eigenen Truppe. Hermlin: ein großer Dichter, von seiner Zeit so erhoben wie versehrt, im einfühlsamen, fragenden Porträt. 

25,00 €*
Sinn und Unheil

Zur Ästhetik des Schmerzes

Quintessenzen

„Was macht der Schmerz aus uns? Wie wurde und wird ihm heute begegnet? Und welches Gesellschaftsbild zeigt sich am gegenwärtigen Umgang mit ihm? Wie diese Fragen dokumentieren, ist Schmerz mehr als ein körperliches Symptom. Er stellt eine umfassende intellektuelle Herausforderung dar, eine Feuerprobe für das Über- und das Zusammenleben.“Nach Wörterbuchdefinition ist Schmerz zum einen eine durch Krankheit oder Verletzung ausgelöste unangenehme körperliche Empfindung und zum anderen eine seelische Bedrückung. Der Schmerz greift in unseren Alltag ein, entscheidet über Qualität und Endlichkeit des Lebens und wirft seit Jahrtausenden fundamentale Fragen über Glück und Sinn auf. Auch angesichts des medizinischen Fortschritts ist Schmerz für viele PatientInnen alltägliche Realität und bleibt somit eine rätselhafte wie destruktive Macht. Wurde er lange als physisches bzw. neuronales Geschehen betrachtet, ist heute bekannt, dass er universelle Vorgänge abbildet, die seelische und körperliche Erfahrungen einbeziehen. Welchen Niederschlag diese in Literatur, Musik, bildender Kunst und Film gefunden haben bzw. finden und wie diese Darstellungen auf den Umgang mit dem Phänomen Schmerz rückwirken, dies untersucht Björn Hayer in seinem Essay – und er stellt fest, dass man Schmerz lesen, seine Zeichen verstehen und im besten Falle übersetzen muss: „Gemälde, Texte, Partituren können dem Zweck dienen, das mit dem Leiden verbundene Begriffslose besser zu fassen und dadurch zu verarbeiten.“Mit Sinn und Unheil startet die Reihe Quintessenzen, die sich wesentlichen Fragen nach den Bedingungen des Menschseins widmet und gleichermaßen das Zusammenspiel von Mensch und Umwelt in den Blick nimmt. 

20,00 €*
Nehrung, Lapidarium

Geodätische Gedichte

Die Donau und ich bei Krems x Das immerwährende Fließen derDonau, das Heraklitische daran,es leitet meinen Blick dem Endeentgegen, erneut. Ich sehe michschwimmen, dann treiben, demSchwarzen Meer entgegen, Bootmeines Sehnens nach Seligkeit.Kreisen die Dohlen darüber, diejedoch nicht Ordnung halten, dieauch sich selbst nur als ein Bilderkennen, das sich immerzu inBewegung befindet. Dem Zufallüberlassen, der Zeit, diesem beständigenFließen, das uns liebt.Nehrung, Lapidarium zeichnet das Porträt des Dichters als das eines Reisenden und lyrischen Landvermessers. Das Konzept lautet schlicht und überzeugend: Notate an Orten! Orte, die immer auch eine literatur- oder kunstgeschichtliche Tiefendimension besitzen. Das Instrument Gedicht dient diesem feinsinnigen und lebenslustigen Entdecker als Kompass und Wünschelrute zugleich. Begangene Orte werden überprüft auf ihre Lebens- und Liebestauglichkeit. Es handelt sich um die ebenso einladende wie inspirierende Verbindung von bio- und topografischer Lyrik.

18,00 €*
Steinstücken

Roman

Mit einem Nachwort von Kerstin Hensel

„Es war noch dunkel, als Georg aus dem Haus ging, um nach DRÜBEN zu fahren. DRÜBEN sollte er sich mit Gollasch treffen. Faßbinder hatte ihn vor zwei Tagen darum gebeten. Er war schüchtern und verlegen, als er davon sprach. Georg eilte den Weg entlang, der Nebel lief vor ihm her, die Lampen begleiteten seinen Schritt. Jene erwarteten ihn an der Schranke, frierend und müde. Unter den Lichtkegeln zweier Scheinwerfer wirkten sie gespenstisch. Sie ließen sich den Schein zeigen, den Ausweis. Die schwarzen Läufe ihrer Gewehre sahen drohend unter den Mänteln hervor. Georg grinste, sagte was daher, bekam aber keine Antwort.“1945 wurde die Berliner Stadtgrenze zur Zonengrenze, was zu einigen Kuriositäten führte: So ist das kleine Steinstücken verwaltungstechnisch Teil von Zehlendorf und umgeben von Potsdam-Babelsberg, das damals zur Sowjetischen Besatzungszone gehörte. Steinstücken im Amerikanischen Sektor blieb die einzige permanent bewohnte Westberliner Exklave, was eine besondere sicherheitspolitische Herausforderung darstellte. Die Ortslage wurde durch DDR-Grenztruppen abgeriegelt und von US-Militärpolizei bewacht. In dieses Steinstücken kommt Georg – Alter Ego des Autors – Anfang der 1960er-Jahre aus der rheinischen Provinz, um sich bei einem Mann namens Faßbinder einzuquartieren, wobei er zunächst absurde bürokratische Hürden zu bewältigen hat. Etwas Mysteriöses umgibt diesen Faßbinder, den Georg offensichtlich schon aus seiner Heimat kennt und der das „Dritte Reich“ in KZ-Haft verbrachte. Noch nebulöser wird die Situation, als Faßbinder Georg bittet, bei der Flucht eines Ostberliners zu helfen. Und dann sind da noch die verschrobenen Einwohner Steinstückens, die Amerikaner, die eine Luftbrücke mit Helikopter einrichten, und die DDR-Grenzer, deren Gebaren immer bedrohlicher wird. Kerstin Hensel schreibt in ihrem Nachwort: „STEINSTÜCKEN ist STEINSTÜCKEN ist ein Roman. Poetisch, grotesk, barock, präzise, lakonisch, geschrieben im Atemrhythmus des Autors. Das Stakkato zeigt sein Getriebensein in klaustrophobischer Panik. Der Autor jagt Erinnerungen nach und wird von ihnen gejagt, stets auf höchster seelischer Alarmstufe. Erinnerungen verfugen sich in Rückblenden, Déjà-vus, Erschütterungen, in bedrohlichen kafkaesken Situationen.“ Die Buchinformation zum Download

22,00 €*
Berlin Schlesischer Bahnhof

Roman

Mit einem Nachwort von Klaus Völker

„Lauf nur, Berlin ist groß, Tausende laufen neben dir her. Wer den stärksten Brustkasten hat, schafft’s. Auch ein Trost. Aber du bist ja jung. Dein einziges Kapital: die Hoffnung.“Berlin, 1930. Der Schlesische Bahnhof im Osten Berlins, umgeben von Arbeiterquartieren, Kaschemmen und billigem Vergnügen, ist Durchgangsstation für Reisende und oftmals Endpunkt für die, die nichts mehr haben. Im Wartesaal 3. Klasse sammeln sich diese Gestrandeten – Arbeitslose, Invaliden, Prostituierte und allerhand zwielichtige Gestalten. Mittendrin fünf Jugendliche: Kurt Heinersdorf, von zu Hause getürmter Gymnasiast, der von einer Karriere in Südafrika träumt, allerdings vom ausgebüxten Fürsorgezögling Fritz Knelke um seine Ersparnisse gebracht wird, Lotte Streit, die es in ihrem Elternhaus nicht mehr ausgehalten hat, der soeben arbeitslos gewordene Tanzpalast-Page Paul Mielenz und der schüchterne Tischlerlehrling Alfred Schütte. Es geht auf Mitternacht zu, und eine Polizeirazzia lässt die kleine Gesellschaft auseinanderstieben. Sie tauchen in die Großstadt hinein, allein, zu zweit, mit oder ohne Ziel. Und dann geschieht ein Mord ... Der Theaterhistoriker Klaus Völker ordnet in seinem Nachwort den Roman in Berstls Biografie und Gesamtwerk sowie in die zeitgenössische Berlin-Literatur ein. Ein Berlin-Roman par excellence, der mit großer Dynamik, kräftiger Sprache und einer Menge Lokalkolorit die große Stadt in den Weimarer Jahren in den Blick nimmt. Die Buchinformation zum Download

22,00 €*
Du stirbst im Fliegen

Erzählung

SprachgewaltigJörn van Hall erhält für Du stirbst im Fliegen den Annalise-Wagner-Preis 2023. Einstimmig hat sich die Jury für den Autor ausgesprochen, gegen 72 MitbewerberInnen hat er sich durchsetzen können. In der Begründung der Jury heißt es über das Buch: „Ein kleines Meisterwerk mit großer Strahlkraft.“Die öffentliche Verleihung des 32. Annalise-Wagner-Preises findet am 23. Juni 2023 um 17 Uhr im Haus der Kultur und Bildung in Neubrandenburg statt (Seminarraum, Eingang Stargarder Straße).  > die Pressemitteilung***„Der Beamte hat die Akte an der Schreibtischkante ausgerichtet. Alles richtet er aus, den viereckigen Bleistiftanspitzer, das Lineal, den Tacker, den Locher, die Tastatur vor dem Computer. Der Beamte liest die Namen, liest das Geburtsdatum, liest den Geburtsort, so wie immer. Als müsse er sich vergewissern, den Bittsteller nicht zuvor in einem der abgehakten Gespräche gesehen zu haben. Sein Zeigefinger streicht über das Papier, bis die Kuppe auf ein Wort tippt. ‚Das ist also der Grund Ihrer Flucht …‘, sagt er, ohne den Grund zu benennen. Er blickt zu Mourad, auf das Wort über seinem Fingernagel. Und plötzlich schaut er wieder in Mourads Gesicht. Nie hat der Beamte so grüne Augen gesehen.“Irrlichternd zwischen Erinnerungen und verwirrender Gegenwart versucht die achtzigjährige Opernsängerin Helene Billerbeck, ihren Alltag zu meistern. Doch Nachbarin Maike hat eine beunruhigende Ahnung und zieht Helenes eigenbrötlerischen Sohn Ole ins Vertrauen. Dieser bringt seinen Freund Mourad, einen jungen iranischen Geflüchteten, im Haus der Mutter unter und bittet ihn, sich um sie zu kümmern. Mit seiner Hilfsbereitschaft und den stimmungsvollen Erzählungen über seine Heimat und Träume gewinnt Mourad die Sympathien von Helene, Maike und der Postfrau Irma. Doch um sein Bleiberecht muss er kämpfen. Seine Hoffnung, durch Ole Unterstützung zu erfahren, wird mehr und mehr enttäuscht. Als schließlich auch noch Helenes Smaragdring verschwindet, glaubt Mourad, unter Verdacht zu stehen … Jörn van Hall eröffnet in seinem Debüt Perspektiven auf Verlusterfahrungen: den Verlust von Heimat und das Schwinden der Erinnerungen. Dabei trifft er mit genauester Seelenerkundung, präziser Beschreibung deutscher Wirklichkeit und staunenswerter Sprachkunst einen Ton, der lange nachklingt. Die Buchinformation zum Download

20,00 €*
Der Schuss im Park

Novelle

Erkneraner Ausgabe, Bd. 4

„Das war die Lage, in der eine Detonation, ein Schuss im Park, uns aufstörte. Der Geheimrat erklärte: Es sei der Baron. Was jagt der Baron um diese Zeit?, fragte ich.“Ein Mann namens Konrad besucht seinen Onkel, einen am Fuße des Riesengebirges lebenden ehemaligen Oberförster und Gutsverwalter. Bei einem Spaziergang kommen sie auf dessen frühere Dienste und Freundschaft mit dem Grafen van der Diemen zu sprechen. Im Weitergehen begegnen sie einer Baronin, deren Auftauchen der Erzählung des Onkels eine überraschende Wendung gibt. Der Schuss im Park ist eines der letzten Werke Gerhart Hauptmanns – mit einer bemerkenswerten Figurenkonstellation. Die 1939 erstmals erschienene Novelle, mit der Hauptmann seiner Idee von „Rassenvermischung“ Ausdruck verlieh, wurde einerseits als mondän, andererseits als abenteuerlich empfunden. Für den Ort des Vorabdrucks, die Zeitschrift Die Dame, schien sie jedenfalls wie gemacht, hatte Hauptmann den Text doch mit einem hohen Unterhaltungswert versehen. Er musste einen Publikumserfolg auf den Markt bringen, da die nationalsozialistische Publikationspolitik am Vorabend des Zweiten Weltkrieges Hauptmanns Verdienstmöglichkeiten drastisch eingeschränkt hatte. Und in der Tat wurde Der Schuss im Park von offiziellen Stellen als „rassenschänderisch“ bezeichnet, mit der Folge, dass das Papierkontingent für eine zweite Auflage gesperrt wurde.

15,00 €*
Gewetter

Gedichte

GEWETTER steht auf der Shortlist zum Anna-Haag-Preis 2023GEWETTER steht auf der Longlist zum Thaddäus-Troll-Preis 2023 Jakob Leiners neuer Gedichtband wirft sich der Natur an den Hals, mal bedürftig, mal ungestüm. Es ist eine Hommage an das langsame Reisen und Begreifen, quer durch die Jahreszeiten, kreuz und quer durch Deutschland und Europa – der Versuch einer veränderbaren Weltwahrnehmung, indem an ein zyklisches Zeitempfinden erinnert wird. Kairos und Chronos. Was bleibt? Kann sich das anthropozentrische Spiegelbild (Wer findet das Schönste im ganzen Land?) überhaupt noch mit echter Schönheit anfreunden? Welche Chronik des Vermeidenswerten zeichnet sich ab? Warum schleicht sich andauernd ein hinterhältiges Ich in die Zeilen? Wer braucht hier wen? Maul halten und staunen – wenn es so einfach wäre.07.12.Zugspitzmassiv, Ostalpen12–14 Uhr schneeferner im ewigen Eis kann das nicht sein auch ein Wettersteingebirge schwitzt unten weiße Pisten grüne Wiesen Kanonenschüsse jubilieren. früher aß ich häufig Flocken zu Erfrischung und Fun nun habe ich Angst am Mikroplastik zu verrecken in 30 Jahren wohlgemerkt wenn sich die Kanzerogenität bestätigt haben wird deshalb kommt kein Kristall mehr auf den Tisch da ich ihm nicht ansehen kann ob er nicht etwas schmuggelt was über dem Meer kondensierte atmosphärisch reiste aber einmal das o in Coca (oder Cola) formte. …Die Buchinformation zum Download

18,00 €*
Glückliche Menschen

Erzählung

»Kapitalismus ist auch scheiße, hat Paul gesagt, diesen einen Satz. Sonst nichts. Seitdem schweigt er, liegt im Sand, starrt in den makellos blauen Himmel und schweigt. Linda sitzt neben ihm, den Kopf abgewendet, wie die junge Frau auf Walter Womackas Gemälde Am Strand. Nur, dass sich Paul eben nicht wie der junge Mann neben dem Mädchen aufstützt und es forschend betrachtet, Paul hat keinen Blick für Linda und niemanden sonst, nicht mal für den Jungen, der zu seinen Füßen krabbelt.«Zwei junge Leute im Osten Berlins. Dort, wo die Stadt sich schick gemacht hat – und teuer wird. Paul, der Musik machen will, hat sich als Hausmeister für den »Mogul« verdingt, dem nicht nur dieser Laden gehört. Linda, Pauls Freundin, hat ihr Studium geschmissen, ein Kind bekommen und kellnert wieder in einem Café. So kommen sie über die Runden, zumal Pauls Eltern aushelfen können. Nun erleben beide, Linda und Paul, eine magische Nacht: getrennt. Wirklichkeit und Traum berühren sich. Und es geht natürlich um alles. Auch um das Glück.Die Buchinformation zum Download

20,00 €*
Wundern

Gedichte

In den neuen Gedichten von Sabine Schiffner werden Geschichten von Verrat und Verlust, von Geburt und Tod, von Lebensfreude und Vergänglichkeit, von Familie und von Einsamkeit erzählt. Mit manchmal fast naivem, oft befremdetem Blick beobachtet sie und wundert sich über die jetzige und die vergangene Welt, die ihren biografischen Kosmos berührt. Die Worte kommen in diesen Gedichten scheinbar leichtfüßig tänzelnd daher und streifen einen wie im Vorbeigehen. Wenn man aber stehen bleibt und sich einlässt, sieht man hinter der rhythmischen und genau durchdachten Sprachkomposition die tiefe Wunde. Sabine Schiffners Sprache ist immer musikalisch, oft zugleich rau, Alltagssprache mit Hochpoetischem verbindend, ernüchternd, überraschend.kazimierz / krakaudie kuchendort im schaufenstersehen wie thorarollen auseine straße weiter wohntemordechaj gebirtigmit frau bluma und drei kinderndie fenster im keller des hauses ausdem sie ihn holtenstehen nun offenda schaut jeder rein und kann ihnsingen hörenund in den nahen synagogenbrauchst du die kippa nicht aufzusetzendie frauen am eingang lächelnden gästen aus deutschlandfreundlich zuvor einem caféblüht die braunäugige susannefünf złoty kostet dorteine tasse melange mitmohnstrudelDie Buchinformation zum DownloadLyriktalk: Sabine Schiffner und Silke Andrea Schuemmer stellen ihre neuen Bücher vor, 16. Mai 2022

15,00 €*
Neu
/ Mein Freund Felix

Abenteuerliches aus Berlin W. W.

Edmund-Edel-Werkausgabe, Bd. 3, hg. von Björn Weyand

„Bilder aus dem Kintopp seines Lebens“ nennt Edmund Edel den Roman über seinen Freund Felix, und diese Bilder haben nichts mit der Wahrheit zu tun, dafür aber sehr viel mit der Wirklichkeit des neureichen Berliner Westens. Nach dem Erfolg seines Debüts Berlin W. Ein paar Kapitel von der Oberfläche (1906) und des nachfolgenden Romans Der Snob (1907) kehrt Edmund Edel mit Mein Freund Felix ins Milieu der wohlhabenden Großstädter zurück. Vom damaligen Verlag ausdrücklich als „Neue Folge“ von Berlin W. annonciert, greift der Roman Figuren und Themen der vorangegangenen Bücher auf, dabei immer auf der Höhe der Mode: Der 33-jährige Junggeselle Felix ist ein Lebemann und Gentleman aus begüterter Familie, der sich souverän inmitten der „eleganten Nichtstuer“ bewegt. Seine Abenteuer ereignen sich zwischen den in Mode gekommenen kalten Büffets, Kostümbällen und den vom Tango-Fieber erfassten Five o’clock- Teas, auf U-Bahnfahrten zwischen Uhlandstraße und Kaiserhof oder bei den Rabattaktionen für Wäsche während der „Weißen Woche“ der Berliner Warenhäuser.Mein Freund Felix erschien im Mai 1914, wenige Monate vor Ausbruch des großen Krieges. Ein Text mit solcher Leichtigkeit und Ironie wäre bereits kurze Zeit später nicht mehr möglich gewesen.

20,00 €*
Neues aus der Stadt der ausgefallenen Leuchtbuchstaben

Isobel Markus erzählt neue Geschichten über Berlin und seine Menschen. Geschichten, die so ausgefallen sind wie die Leuchtbuchstaben der Stadt: von Wanderrosen, Spendierhosen und wie es ist, im Konjunktiv Glück zu haben. Davon, wie man in der S-Bahn in ein Speed-Date gerät. Von Kohl auf Brot und anderen „Zugmutungen“. Vom Deutschfühlen vor Mülltonnen und gutem Aussehen auf Satellitenbildern. Wie es sich im Dauer-GIF oder bei sexistischen Schnitzelessen anfühlt. Von Hexen, Prinzessinnen, Machos und traurigen Rambos. Von S-Bahn-Mücken, Punker-Ratten und Großstadt- Hühnern, Schildkröten namens Markus und Hunden namens Gertrud. Und davon, weshalb gebrochene Herzen in Berlin wie ausgefallene Leuchtbuchstaben sind.Ein Buch für Berliner/-innen und Berlin-Interessierte, für Großstadtfans und -genervte.

18,00 €*
Neu
Bahnwärter Thiel / Der Apostel

Zwei Erzählungen, mit einem Nachwort von Stefan Rohlfs

Erkneraner Ausgabe, Bd. 5

Der neue Band der Erkneraner Ausgabe enthält zwei Erzählungen aus Gerhart Hauptmanns früher Schaffenszeit, die einen unmittelbaren Bezug zu seinem Aufenthalt in Erkner haben. Bahnwärter Thiel wurde erstmals 1888 veröffentlicht. Begeisterte Leserzuschriften zeigen, dass diese Novelle eine ungewöhnliche literarische Leistung war. Man habe seit Zola keine bessere Novelle in Deutschland gelesen. Hauptmanns starke Symbolik weist auf das Industriezeitalter hin und zeigt auf, wie es die Menschen verändert.Der Apostel von 1890 beschreibt hingegen einen gesellschaftlichen Aussteiger, der sich für Jesus’ Nachfolger hält und als Wanderprediger die Menschheit zum friedlichen Zusammenleben aller Kreaturen zu bekehren versucht. Mit dieser kleinen Erzählung verweist Hauptmann schon thematisch auf seinen Roman Der Narr in Christo Emanuel Quint (1910). In den vier Jahren in Erkner arbeitete Hauptmann an seinen Jesus-Studien, die ihn zur literarischen Figur des Apostels führten.

15,00 €*
Hanns Eisler Werkverzeichnis Filmmusik 1927–1962

Bearbeitet von Peter Deeg

Zwischen 1927 und 1962 hat Hanns Eisler (1898–1962) zu insgesamt 45 Filmen Musik komponiert – kein kleiner Teil im vielseitigen OEuvre des Schönberg-Schülers und engen Brecht-Mitarbeiters. Angefangen bei Walther Ruttmanns Experimentalfilm OPUS III und dem linken Filmklassiker Kuhle Wampe über ambitionierte Hollywoodstreifen von Fritz Lang und Jean Renoir bis hin zu Nachkriegsfilmen der DEFA und dem ergreifenden KZ-Dokumentarfilm Nuit et brouillard von Alain Resnais – stets war Eisler daran gelegen, der Musik eine eigene, unabhängige Funktion im filmischen Gesamtkontext zu verschaffen. Doch warum kamen seine kongenialen Kompositionen zu Joris Ivens’ Regen oder zum Chaplin-Film The Circus nie in die Kinos? Und warum finden sich so viele Passagen aus Eislers Filmpartituren in den Konzert- und Bühnenwerken des Komponisten wieder? Antworten liefert das neue Werkverzeichnis Filmmusik der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft (IHEG) von Peter Deeg, der sämtliche Filmmusiken Eislers einer detaillierten Autopsie unterzogen hat.

40,00 €*

Aktuell


Unsere Frühjahrsvorschau 2024 ist da!

Mit Fotografien 
von Lorenz Kienzle

Bei Quintus erschienen:

Die Ruinen von Peenemünde. Vom Werden und Vergehen einer Rüstungslandschaft


Beim Verlag für Berlin-Brandenburg erschienen:

Arbeitswelten und Lebensräume. Brandenburger Industrielandschaften 1992-2021

Brandenburger Notizen. Fontane – Krüger – Kienzle