432 Seiten
Hardcover, Format: 14,3 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-942476-55-3
€ 25,00 (D) / € 25,70 (A)
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Sinsheimer, Hermann / Englhart, Nadine / Vietor-Engländer, Deborah

Gelebt im Paradies

Gestalten und Geschichten Herausgegeben von Nadine Englhart

Werke in drei Bänden, hg. von Deborah Vietor-Engländer, Band 1

Auftakt zur Hermann-Sinsheimer-Werkausgabe – eine literarische Wiederentdeckung

Der aus Freinsheim stammende Hermann Sinsheimer (1883–1950) zählt zu den bedeutendsten jüdischen Intellektuellen des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik. 1924 wurde er Chefredakteur der satirischen Zeitschrift Simplicissimus in München und verhalf dieser zu neuem Ansehen. Nach fünf Jahren wechselte er dann in das Feuilleton des Berliner Tageblatts, wo er neben Alfred Kerr Kritiken und Betrachtungen zu den Berliner Kulturereignissen schrieb. Als Kerr im Februar 1933 fluchtartig Deutschland verlassen musste, übernahm Sinsheimer sein Amt. Im September 1933 wurde er entlassen. Sinsheimer lebte noch bis 1938 in Berlin, schrieb für jüdische Zeitschriften und arbeitete an seinem Buch Shylock, das er mit ins englische Exil nahm und dort veröffentlichte. Die Niederschrift seiner Autobiografie Gelebt im Paradies erfüllte seine letzten Jahre.

Gelebt im Paradies bildet den Auftakt einer von Deborah Vietor-Engländer herausgegebenen dreibändigen Werkausgabe (Band 2: Herbst 2013, Band 3: Frühjahr 2014). Sinsheimer erzählt vom Leben in der Pfalz, in München und Berlin, gibt Porträts seiner Zeitgenossen von Erich Mühsam bis Joachim Ringelnatz, von Frank Wedekind bis Alfred Kerr.

Gelebt im Paradies erschien erstmals 1953, jedoch mit zensiertem und verkürztem Text. So bringt unsere neue Ausgabe ein fast neues Buch, das dem Autor endlich gerecht wird und das in die Reihe der wichtigen Erinnerungsbücher aus der Zeit des Exils gehört. Gelebt im Paradies ist der Beginn einer neuen Bekanntschaft.





Pressestimmen

Klaus Philipp Mertens: "Die Erinnerungen Hermann Sinsheimers sind ein literarisches Teilzeugnis aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts", in: weltexpresso.de, 19. Februar 2017

Ludger Heid: "Gelebt im Paradies. Gestalten und Geschichten", in: Das Historisch-Politische Buch, Jg. 63, 2015, Heft 1

L. Joseph Heid: "Eine literarische Wiederentdeckung - Aus dem Exil wirft Hermann Sinsheimer seinen Blick auf Deutschland", in: Jüdische Rundschau, Oktober 2014

Klaus Völker: "Ein deutscher Flüchtling", in: Theater heute, Nr. 8/9, August/September 2014

Erhard Schütz bespricht "Gelebt im Paradies. Gestalten und Geschichten", in: Zeitschrift für Germanistik, XXIV - 3/2014

Wilhelm von Sternburg: "Ein deutsches Autorenleben", in: Frankfurter Rundschau, 16. Mai 2014

Michael Pilz: "Noch einmal: der Kritiker Hermann Sinsheimer", in: literaturkritik.at, 14. April 2014

Bastian Schlüter: "Wie das geschehen konnte - Die Erinnerungen des Kritikers Hermann Sinsheimer sind eine Wiederentdeckung", in: literaturkritik.de, März 2014

Wolfgang Brauer: "Hermann Sinsheimer - Eine Wiederentdeckung", in: Das Blättchen, 17. März 2014.

David Dambitsch im Gespräch mit Deborah Vietor-Engländer: "Zur Wiederentdeckung des Theaterkritikers Hermann Sinsheimer", in: Deutschlandfunk, 28. Februar 2014

Jens Birkmeyer bespricht "Gelebt im Paradies. Gestalten und Geschichten", in: Germanistik, Band 54, Heft 3-4, 2013

Barbara Oppermann: Das verlorene Paradies. In: Rheinpfalz, 2.12.2013.




 
Quintus Verlag

Der Quintus-Verlag wurde im fünften Monat des Jahres 2016, am Montag nach Trinitatis gegründet. Gleich das erste Programm skizziert die Bereiche, in denen der Verlag sich bewegen wird: Literatur, Kunst und (Geistes-)Geschichte, vorrangig im erzählenden Sachbuch dargeboten.

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